Verkehr Verkehrsgespräche mit den Nachbarn

Kirchheimer protestieren gegen die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge und den Lärm auf der B 27.
Kirchheimer protestieren gegen die Anzahl der durchfahrenden Fahrzeuge und den Lärm auf der B 27. © Foto: Helmut Pangerl
Kirchheim / Von Uwe Deecke 03.07.2018

Die neu gegründete Bürgerinitiative „B 27 raus aus Kirchheim“ trifft sich am heutigen Dienstag um 20 Uhr in der Alten Schule zur Besprechung des weiteren Vorgehens. Neue Aktionen sollen dort geplant und praktische Dinge auf ihre Umsetzung geprüft werden. Die Ergebnisse des Test-Spaziergangs zu Kirchheimer Ampeln und der Verkehrsuntersuchung zu den Ausweichverkehren im Ort werden zudem vorgestellt.

Die BI hatte bei einem Treffen mit Verkehrsplaner Stefan Wammetsberger ihre Prioritätenliste besprochen, die in der jüngsten Gemeinderatssitzung zum Verkehrskonzept auch aufgenommen wurde. Sperrung der Schillerstraße für Schwerverkehr über 3,5 Tonnen, eine Änderung der Parkierungsregelung in der Wilhelmstraße für mehr Sicherheit für Fußgänger durch eine Schutzmaßnahme auf dem Gehweg sowie ein großer verkehrsberuhigter Bereich vor dem Rathaus stehen dabei im Mittelpunkt. Außerdem wurde vorgeschlagen, die Situation vor der Arche für Kinder zu verbessern, was durch entsprechende Beschilderung und gesicherte Überwege an der Rathaus- und Schillerstraße erfolgen könnte. Auch sollte geprüft werden, ob bei der Nachrüstung der Lichtsignalanlage am „Posthörnle“ gleich ein Rotlicht-Blitzer installiert werden kann, da die dortigen Überwege zur Schule und zur Kindertagesstätte führen.

Auch interkommunal will sich die BI engagieren: Von einer Erleichterung für Kirchheim durch die VVS-Tarifreform könne keine Rede sein, sagt Sprecher Rolf Riecker auf Anfrage der BZ. Vielmehr sei es so, dass dann  mehr Pendler in den Ort kämen. Daher will man nicht nur mit der Stadt Lauffen über einen möglichen VVS-Beitritt sprechen sondern auch mit anderen Kommunen wie Bönnigheim oder Gemmrigheim.

Auf dem Autobahnzubringer, so Riecker, stauten sich in verkehrsreichen Zeiten die Autos zurück bis zum Abzweig nach Neckarwestheim. Ampeln müssten daher optimiert werden. Der „Ampelspaziergang“ sei ernüchternd gewesen, denn fast an jeder Ampel werde auch bei Rot gefahren.

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