Die fünf Erdhügel sind aufgeschüttet, die Wege sind gepflastert, und drei Bänke stehen in der Mitte des neuen Urnengartens am östlichen Ende des Bönnigheimer Friedhofs. Bagger stehen noch auf dem Gelände, das mit einem Metallzaun vom restlichen Friedhof getrennt ist. Der neue Urnengarten sieht fast fertig aus, es fehlt nur noch die Bauabnahme.

Hier solle eine neue Form der Bestattung angeboten werden, in der die Urnen in die Erde eingelassen werden und dort auch verbleiben. 25 Gräber pro Hügel sind vorgesehen, auf die dann ein Naturstein kommt, so dass der Garten für 125 Gräber Platz bietet. Der Technische Ausschuss hatte sich schon im Juni 2016 für das Konzept des Stuttgarter Landschaftsarchitekten Köber ausgesprochen, hier eine kleine Hügellandschaft mit fünf Stauden-Hügeln zu realisieren.

125 000 Euro investiert

Nach der ersten Ausschreibung waren die Angebote indes so hoch, dass diese aufgehoben wurde. Im Juli 2018 wurden die Maßnahmen mit Kostenoptimierung neu ausgeschrieben und anschließend vergeben. 125 000 Euro brutto kostet nun die Anlage, die nach der Bauabnahme im Januar genutzt werden könnte.

Gebühren noch nicht kalkuliert

Noch müssten die einmaligen Gebühren dafür kalkuliert werden, erklärt Kämmerer German Thüry auf Anfrage der BZ. Es gebe eine hohe Nachfrage nach Urnengräbern, da sie pflegeleicht seien und viele Angehörige auch nicht in Bönnigheim wohnen. Den Anteil an Urnengräbern auf dem Friedhof schätzt er inzwischen auf über 50 Prozent.

Dringend nötig sei auch eine neue Urnenwand, denn die Plätze in der letzten Urnenwand seien fast alle vergeben. Thüry geht davon aus, dass das Thema bald im Gemeinderat entschieden werden muss.

Das Büro Köber war auch in Hohenstein und Hofen bereits mit einem Vorschlag beauftragt, wie dort ein solcher Garten realisiert werden könnte. Dort liegen die Planungen allerdings auf Eis. Man habe vereinbart, zunächst den Friedhof in Bönnigheim auszustatten und die Maßnamen für Hohenstein und Hofen in den kommenden Haushaltsberatungen zu diskutieren, so Thüry.