Der Dorfladen in Kirchheim laufe in Richtung „schwarze Null“, so die Verantwortlichen bei der Anteilseignerversammlung im August (die BZ berichtete). Zu Beginn der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend erhielt Bürgermeister Uwe Seibold eine Unterschriftenliste. Nach dem letzten Treffen hatte sich der Gesellschafterbeirat des Kirchheimer Dorfladen (KID) entschlossen Unterschriftenlisten an gut besuchten Stellen im Ort auszulegen. In vier Wochen kamen über 500 Unterschriften von Bürgen zusammen, die sich für den Fortbestand stark machen. Um dem Laden ein Überleben zu sichern, helfe es nicht erst in einem Jahr, sondern schon bis Anfang 2018 die Gewinnzone zu erreichen, so Kerstin Rumpf aus dem Gesellschafterkreis. Ziel sei die Gewinnung zusätzlicher Kunden und Umsatzsteigerungen bei den bisherigen. Ihr sei bewusst, dass die Liste nur symbolischen Charakter habe und keinen Umsatz generiere. Sie könne aber dazu beitragen, den KID erneut ins Gespräch zu bringen.

Chance auf Zuschüsse

„Bei der Gemeinde rennt man da offene Türen ein“, so Bürgermeister Uwe Seibold, selbst einer der ehrenamtlichen Geschäftsführer des Dorfladens. Man habe sich intensiv mit Möglichkeiten zur Unterstützung beschäftigt und sei fündig geworden. Es gebe die Chance zusätzliche Landes- und Bundesfördermittel in Anspruch zu nehmen. Er hoffe, mit der kostenlosen Beratung und finanziellen Unterstützung den Dorfladen über diese Hürde zu bringen, damit der Bestand länger gesichert werden könne. Der Dorfladen hat rund 250 Anteilseigner.