Zum ersten von drei Wochenenden „Spass auf der Gass“ in Tripsdrill kommen am vergangenen Samstag 6000 Besucher – ein überdurchschnittlich gut besuchter Samstag für den Erlebnispark. Die Event-Abteilung hat sich 13 Show-Acts mit vielen Künstlern überlegt, die die Wege des Parks bespielen. Oder bemalen.

Die Streetart-Künstlerin Marion Ruthart malt riesige 3D-Bilder. Ein dreidimensionales Auto ist schon entstanden, das von einem markierten Punkt aus am besten wirkt. Von hier aus können die Kinder oder Partner dann mit dem Handy fotografiert werden. Ein Niagarafall ist auch schon zu sehen, über den ein Brett führt, auf das sich die Besucher fürs Foto stellen können.

Mit Ohrenschützern ist die Duisburger Straßenkünstlerin am Samstag am neuesten Werk. Denn daneben zeigt Helmut Trölsch aus Flein seine Motorsägen-Kunst. Ein rund drei Meter langer Holzstamm wurde nur mit der Motorsäge bearbeitet und stellt die Mammut-Achterbahn dar. Sie soll den im Jahr 2008 entstandenen und langsam verwitterten Vorgänger ersetzen. Gerade arbeitet der Fleiner an einem Fischotter, der im Wildparadies seinen Platz finden wird.

Echte Hingucker sind die musikalischen Acts. Da ist etwa der „Danceparader“ mit orangefarbenem Anzug und Schuhen, wie sie in den Siebzigern in Mode waren. Er fährt singend auf seinem Wagen, begleitet von Tänzern, die die Blicke auf sich ziehen. Die Musikmaschine ist nicht weniger spannend. Eine Ein-Mann-Combo mit vielen Instrumenten, die sich Stefan Göggel einfallen ließ. Angefangen hat alles mit einem Digeridoo, dann kamen Sitar, Drums, Tuba und Trompete dazu, alles auf engstem Raum montiert und überdacht. Die Gänsekapelle mit zehn Graugänsen, die zur Musik marschieren, ist ebenso zu sehen wie „Rocco Recycle“, der auf seinem alten, angerosteten – aber TÜV-geprüften – Motorrad Gitarre spielt und gerade bei „Honky Tonk Woman“ Erinnerungen bei den Gästen auf der Wiese weckt.

Trabi gibt den Ton an

Die „Lebende Musikbox“ steht ein Stück weiter und kommt aus Emmendingen: Ein halber Trabi, an dessen Motorhaube die Stücke wählbar sind, die gewünscht werden. „Ursprünglich sollte es ein Käfer werden, aber der war zu teuer“, erinnert sich Raphael Gottlieb. Also erstand er in Konstanz einen alten Trabant, flexte ihn eigenhändig durch und stattete ihn mit der nötigen Elektronik aus. Mit zwei Mitspielern sitzt er drin und spielt live alles, was verlangt wird. „Ich habe die Musikbox auf der Buga gesehen und gedacht: Die brauchen wir“, so Tripsdrill-Geschäftsführer Helmut Fischer. Auch am 24. und 31. August wird sie ihren festen Platz im Erlebnispark haben.

Bisher habe man die Jubiläen und runde Geburtstage anders gefeiert, und immer mit geladenen Gästen, erklärt Fischer. Diesmal wollte man die Besucher mit einbeziehen und dachte sich das Konzept „Spass auf der Gass“ aus.

Bülent Ceylan als krönender Abschluss


„Spass auf der Gass“ findet auch noch an den kommenden beiden Samstagen, 24. und 31. August statt. Der Park, inklusive Wildparadies, ist dann wieder jeweils von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Zu sehen sind darin auch Clown Tom Bolton, der Veteranenclub Bretznacker und Guggenmusik mit Drills & Güglinger Gassafänger und den Gacho Grächzer Gechingen.

Am 31. August findet das Geburtstagsjahr dann seinen Abschluss mit dem „Open-Hair“-Auftritt von Bülent Ceylan, für den momentan bereits 6000 Karten verkauft wurden. Der Mannheimer Comedian wird auf der großen bestuhlten Wiese vor dem „Sägewerk“ auftreten, Karten sind dafür noch erhältlich. dee