Obwohl das Wildparadies Tripsdrill aktuell keine Besucher empfangen kann, haben die Tierpfleger und Falkner alle Hände voll zu tun. Das 47 Hektar große Wildparadies ist die Heimat von über 50 Tierarten. Auch in Abwesenheit der Besucher müssen sie täglich gefüttert, gepflegt und beschäftigt werden.

Im Wildparadies Tripsdrill geht die Arbeit auch ohne Besucher weiter: Obwohl der Wildpark aktuell aufgrund der Maßnahmen gegen das Coronavirus geschlossen ist, haben die Tierpfleger und Falkner keine Langeweile. Schließlich erwarten die tierischen Stars im Wildparadies sorgfältige Pflege. Beutegreifer wie Wolf, Luchs, Bär und Wildkatze sowie die Fischotter sind es gewohnt, bei den kommentierten Fütterungen mit Fleisch, Fisch und anderen Leckerbissen versorgt zu werden.

Tiere kennen keine Pause

„Damit die Tiere, sobald der Park wieder öffnet, weiterhin so gut mitmachen wie bisher, nehmen sich die Pfleger für jeden ihrer Schützlinge ausreichend Zeit“, sagt Tripsdrill-Pressesprecher Birger Meierjohann. Das gelte auch für die Greifvögel, die eigentlich bei den regelmäßigen Freiflugvorführungen beweisen, warum man sie oft als „Könige der Lüfte“ bezeichnet. Um fit zu bleiben, müssen sie regelmäßig trainiert werden. Ganz besonders die jüngsten Neuzugänge: Riesenseeadler „Katharina die Große“ zum Beispiel lebt erst seit Herbst 2019 im Wildparadies. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,80 Metern ist der Riesenseeadler die größte Adlerart der Welt. Damit Katharina schon bald bei den Flugvorführungen mitmachen kann, sei es wichtig, dass die Falkner zu ihr ein besonderes Vertrauensverhältnis aufbauen.

Nachwuchs in der Tierwelt

Auch die ersten Jungtiere des Jahres kamen bereits im Wildparadies zur Welt – bei den Auerochsen, den Wildschweinen, Zwergziegen, den Mufflons und auch bei den Ouessant-Schafen, der kleinsten Schafrasse Europas. Alle Sprösslinge würden von ihren Eltern bestens umsorgt. Im weiteren Verlauf des Frühjahrs steht dann bei anderen Tierarten Nachwuchs an: Schon jetzt sitzen die Geier und Weißstörche brütend auf ihren Gelegen. Im Laufe des Mai kommen zudem erwartungsgemäß die zotteligen Kälbchen der Yaks, der urtümlich anmutenden Rinder aus dem Himalaya, auf die Welt. Bei den verschiedenen Hirscharten laufen zur gleichen Zeit die ersten Jungtiere auf staksigen Beinen durch die Gehege.

„Es wird also auch später im Frühjahr noch einiges an Tierbabys zu beobachten geben – dann hoffentlich vor den Augen zahlreicher staunender Besucher“, so Meierjohann.