Bönnigheim Sonniges Weinfestival mit Genuss und Musik

Bönnigheim / Von Heike Rommel 10.09.2018

Hunderte von Genießern nahmen am Wochenende am Bönnigheimer Weinfestival im Schlosshof teil, welches in zweijährigem Turnus von der Interessengemeinschaft der Selbstständigen (IGS) ausgerichtet wird. Nach einem sonnigen Samstag, und einem regen verkaufsoffenen Sonntag rechnet die IGS auch an diesem Montag wieder mit zahlreichen Besuchern.

Weine und Kulinarisches aus der Region, täglich Live-Musik: Mit diesem Rezept hat die IGS schon seit rund 18 Jahren Erfolg. Schon vor der Eröffnung am Samstag holten sich Radfahrer, Spaziergänger, Wanderer und Urlaubs-Rückkehrer Appetit am Schloss. Sie warteten geradezu auf das Festival.

Spezialangebote, auch von der Gastronomie rund um das Schloss, gibt es nur bei dieser speziellen Veranstaltung mit etwa 500 Sitzplätzen. Romantisch wird es am Abend, wenn zur Live-Musik die Lichterketten und Tischkerzen brennen. Es darf aber auch getanzt werden. Am Samstag spielten die Ur-Colorados die besten Hits der letzten 50 Jahre, am Sonntag gab es unplugged Pop, Rock und Reggae mit den „Dicken Fischen“. An diesem Montag spielt der Liedermacher Eddy Danko.

Sinnbild für Lesebeginn

Das Weinfestival ist für die Besucher auch stets ein Sinnbild dafür, dass die Lese begonnen hat. Symbolisch sprechen dafür die über dem Schlosstor hängenden frischen Trauben. Ursprünglich waren beim Weinfestival nur Bönnigheimer Winzer vertreten. Nach und nach haben sich auch Weingärtner aus den umliegenden Gemeinden dazugesellt. Für den ersten Vorsitzenden der IGS, Chris Torschmied, ist das Weinfestival genauso wichtig für das Prestige der Wein- und Museumsstadt Bönnigheim wie für die Stadtverwaltung.

Auffällig war, dass in Bönnigheim am Wochenende viele junge Leute an den Ständen der Winzer vorbeischlenderten, die sich für den Weinbau interessieren. Sie bevorzugen die leichten, alkoholarmen oder gar alkoholfreien Tropfen, versetzt mit Obst oder Beeren aus heimischen Streuobstwiesen, wie der 25-jährige Jungwinzer, Tobias Schifferer, berichtete. Die schweren Weine gälten eher als Essensbegleiter oder eigneten sich für gemütliche Winterabende am Kamin.

Erfinderische Jungwinzer

Auch bei den Etiketten sind die Jungwinzer erfinderisch und taufen ihre neuen Kreationen auf Namen, welche die junge Generation ansprechen sollen. So war auf dem Weinfestival beispielsweise der „Holu“ zu finden. Der Name steht bei diesem Getränk für den fruchtigen Geschmack nach Holunderbeeren.

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