Bönnigheim Sonderpreis für ein Mahnmal

Mit insgesamt 25 000 Euro fördert die VR-Bank Neckar-Enz die Schulen in ihrem Marktgebiet. Der Sonderpreis 2015 ging an die Sophie-La-Roche-Realschule, wo die in den Jahren 1992 bis 1994 entstandene "Spirale gegen Gewalt" grundlegend saniert werden soll (hinten links): Nadine Schlagenhauf, Dagmar Dieter-Herbst (Vebindungslehrerinnen), Gustav Schabinger, Uli Jetter, Mirko Samietz, Heíke Herbst; (vorne von Links): Marina Cheraki (Schülersprechin), Wolfgang Weidler, Jenna Trentowski (Schülersprecherin), Bürgermeister Kornelius Bamberger.
Mit insgesamt 25 000 Euro fördert die VR-Bank Neckar-Enz die Schulen in ihrem Marktgebiet. Der Sonderpreis 2015 ging an die Sophie-La-Roche-Realschule, wo die in den Jahren 1992 bis 1994 entstandene "Spirale gegen Gewalt" grundlegend saniert werden soll (hinten links): Nadine Schlagenhauf, Dagmar Dieter-Herbst (Vebindungslehrerinnen), Gustav Schabinger, Uli Jetter, Mirko Samietz, Heíke Herbst; (vorne von Links): Marina Cheraki (Schülersprechin), Wolfgang Weidler, Jenna Trentowski (Schülersprecherin), Bürgermeister Kornelius Bamberger. © Foto: Helmut Pangerl
Bönnigheim / JÜRGEN KUNZ 18.12.2015
Die "Spirale gegen Gewalt" im Pausenhof der Sophie-La-Roche-Realschule hat in diesem Jahr die unabhängige Vergabejury der VR-Bank Neckar-Enz überzeugt. Dafür gab es den Sonderpreis von 1000 Euro.

Seit 2006 fördert die VR-Bank Neckar-Enz die Schulen in ihrem Marktgebiet, das sich durch die Fusion erweitert hat. Waren es im vergangenen Jahr noch 13 000 Euro, die die genossenschaftliche Bank an 13 Schulen ausgeschüttet hat, konnte die siebenköpfige Vergabejury in diesem Jahr 25 000 Euro an 25 Schulen vergeben. Immer Anfang Dezember treffen sich auf Einladung der VR-Bank Neckar-Enz die Jurymitglieder, um sich mit den eingereichten Projekten im Rahmen des Schulförderprogramms zu beschäftigten.

Besonders überzeugt hat in diesem Jahr die Idee der Sophie-La-Roche-Realschule (SLRR) in Bönnigheim, die in die Jahre gekommene "Spirale gegen Gewalt" von Grund auf zu sanieren, denn das Mahnmal ist 2015 so aktuell, wie bei seiner Entstehung in den Jahren 1992 bis 1994. Die damalige Abschlussklasse von Klassenlehrer Uli Jetter wollte auf die Brandanschläge von Solingen, Mölln und weiteren deutschen Städten reagieren. Es entstand die Idee, ein bleibendes Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Die Realschüler wollten mit dem Mahnmal eine Möglichkeit schaffen, die über die tägliche Thematisierung im Unterricht hinausgeht und zeigen, dass man die Augen vor Gewalt nicht verschließen darf. Die Symbolik der Spirale: Grenzen schließen immer etwas ein, man grenzt sich gegen andere ab, schließt Menschen ein oder aus. Würde man nun beliebige Ausschnitte von Grenzen willkürlich in Form einer Spirale aneinander reihen, so wäre dieses Prinzip unterbrochen. Eine Spirale grenzt nur an zwei Seiten etwas ein, insgesamt läuft sie unendlich weiter.

Neben der symbolhaften Bedeutung gegen Gewalt ist das Mahnmal in den warmen Monaten vor allem auch ein beliebtes Freiluftklassenzimmer und in den Pausen Treffpunkt für die Schüler - und es ist, trotz einer Restaurierung vor elf Jahren, mehr als erneuerungswürdig.

"Vor eineinhalb Jahren wurde die Idee geboren", so SLRR-Rektor Mirko Samietz, der sich besonders freut, dass der damalige Initiator Uli Jetter jetzt bei der anstehenden Überarbeitung immer noch dabei ist. Die 2000 Euro aus dem Schulförderprogramm und die zusätzlichen 1000 Euro des Jury-Sonderpreises machen die Umsetzung der Sanierung erst möglich, so Samietz: "Die Idee, das jetzt anzugehen vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation, ist der richtige Zeitpunkt." Für den Rektor ist die "Spirale gegen Gewalt" ein Projekt, "das uns wichtig ist".

"Ein wichtiges Projekt für die VR-Bank Neckar-Enz" ist das komplette Schulförderprogramm der genossenschaftlichen Bank für Vorstandsmitglied Heiko Herbst. So sei es für die Verantwortlichen unstrittig gewesen, nach der Fusion das Programm auf die anderen Marktbereiche auszudehnen und damit auch den Förderbetrag von bisher jährlich 13.000 auf 25.000 Euro zu erhöhen.

VR-Bank Stromberg-Neckar fördert 25 Schulen mit 25 000 Euro

Empfänger Die unabhängige Jury der VR-Bank Stromberg-Neckar hat aus 37 eingegangenen Anträgen folgende Förderbeträge für 25 Schulen ausgewählt: Schule auf dem Laiern, Kirchheim, Neue Instrumente, 1000 Euro; Grundschule Erligheim-Hofen, Rhythmische Instrumente, 1000 Euro; Sophie-La-Roche-Realschule, Bönnigheim, Spirale gegen Gewalt, 2000 Euro (plus Sonderpreis 1000 Euro); Ganerbenschule, Bönnigheim, Sprachcomputer, 2500 Euro; Christoph-Schrempf-Gymnasium, Besigheim, Schule als Staat, 700 Euro; Maximilian-Lutz-Realschule, Besigheim, Musical "Zündfunken", 500 Euro; Friedrich-Schelling-Schule, Besigheim, Großspielgerät, 1000 Euro; Jakob-Löffler-Schule, Löchgau, Kreativtag, 500 Euro; Eberhard-Ludwig-Schule, Eglosheim, Waldolympiade, 650 Euro; Kasteneckschule, Freiberg, PC-Ausstattung, 1000 Euro; Grünlandschule, Freiberg, Lernapps fürs IPad, 1200 Euro; Hirschbergschule, Eglosheim, Hütte für Spielgeräte, 1000 Euro; Oscar-Paret-Schule, Freiberg (Gymnasium), Schulmentor, 500 Euro; Oscar-Paret-Schule, Freiberg (Realschule), Theaterpräventionsprojekt, 500 Euro; Grundschule Ensingen, Gestaltung Schulbücherei, 1000 Euro; Schlossbergschule, Vaihingen, Umgestaltung Schulgarten, 1000 Euro; Friedrich-Abel-Gymnasium, Vaihingen, 3D-Drucker, 2000 Euro; Stromberg-Gymnasium, Vaihingen, Integrationsklasse, 500 Euro; Ulrich-von-Dürrmenz-Schule, Dürrmenz, Fußballtore, 500 Euro; Wendler-Schule, Lomersheim, Schulhofgestaltung, 1000 Euro; Grundschule Mühlhausen, Schulhofgestaltung, 1000 Euro; Johann-Christoph-Blumhardt-Schule, Lomersheim, Raum der Stille, 500 Euro; Lichtensterngymnasium, Sachsenheim, MecLab-Modul, 1000 Euro; Kleinsachsenheimer Grundschule, "3:0 für Trauja", 200 Euro; Kirbachschule, Sachsenheim, PCs, 1250 Euro.

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