VRS Sondergebiet Reitsport nimmt Hürde

Bönnigheim/Stuttgart / knz 22.06.2017

Trotz „Bauchweh“ bei CDU, Grünen, SPD und Linken im Planungsausschuss des Verbands Region Stuttgart (VRS), wie es in der Sitzung am Mittwoch in Stuttgart hieß, wurde der von der Stadt beantragte Standort für das „Sondergebiet Reitsport“ in Hofen genehmigt. Nach der mehrheitlichen Entscheidung, bei acht Nein-Stimmen und vier Enthaltungen, ist eine wichtige Hürde im entsprechenden Bebauungsplan- und Flächennutzungsplan-Änderungsverfahren genommen worden.

Wie mehrfach berichtet, muss aufgrund der Erweiterung der Hohenstein Institute das bislang vom Reit- und Fahrverein Bönnigheim genutzte Gelände verlagert werden. Als neuer Standort ist ein Gelände westlich der bestehenden Kleintierzüchteranlage im Ortsteil Hofen vorgesehen. Der entsprechende Bebauungsplan „Sondergebiet Reitsport“ wurde bereits am 15. Februar 2017 im Planungsausschusses des VRS beraten. Da der Standort in einem regionalen Grünzug liegt, steht die Planung im Widerspruch zu Zielen der Regionalplanung, heißt es in der Sitzungsvorlage des Planungsausschusses. Um die Verlagerung des Reitvereins an den genannten Standort zu ermöglichen, ist deshalb ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren nötig. Die Zielabweichung kann im Einzelfall zugelassen werden, wenn die Abweichung unter raumordnerischen Gesichtspunkten vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden. Das Regierungspräsidium Stuttgart beteiligte deshalb den VRS an diesem Verfahren.

Kein alternativer Standort

Wie die Pressesprecherin des VRS, Dorothee Lang, gegenüber der BZ am Mittwochabend erklärte, gab es im Planungsausschuss eine Diskussion über den Vorschlag der VRS-Geschäftsstelle. Danach kommt für die Verlagerung des Reit- und Fahrvereins einzig der Standort in Hofen in Frage. Weitere Alternativen seien nicht erkennbar. Aufgrund der Beschränkung des Vorhabens auf 2,7 Hektar und da keine Standortalternativen verfügbar seien, erscheine eine Abweichung von den Zielen des Regionalplans möglich, stellt die VRS-Geschäftstelle in ihrer Beurteilung fest.

Bemängelt wurde in der Planungsausschusssitzung am Mittwoch, dass man keine richtige Alternative habe. Laut VRS-Chefplaner Thomas Kiwitt hätte aber eine weitere Beratungsrunde auch keine neuen Erkenntnisse gebracht. Kai Buschmann (FDP) hielt den Vorschlag ebenfalls für vertretbar. Die Mehrheit der Mitglieder im Gremium stimmte schließlich für den Standort bei der Kleintierzüchteranlage in Hofen.