Kirchheim So saftig-süß sind die neuen Sorten

Rund 30 Apfel- und Birnensorten konnten beim Apfelfest in Kirchheim probiert und natürlich auch erworben werden.
Rund 30 Apfel- und Birnensorten konnten beim Apfelfest in Kirchheim probiert und natürlich auch erworben werden. © Foto: Richard Dannenmann
Kirchheim / Von Susanne Yvette Walter 03.09.2018

Es ist schon ein Ritual am ersten Sonntag im September: Das Kirchheimer Apfelfest des Obstbauvereins und des Gesangvereins Liederkranz lockt hunderte von Besucher an. Zum Probieren gibt’s neue Sorten. Auch Birnen stehen hoch im Kurs. Für die Gäste gibt’s nicht nur ein kulinarisches Angebot, das auch den rezenten Gaumen verwöhnt, sondern auch eine große Apfelpresse, an der Kinder ihren eigenen Apfelsaft machen können.

Die trockene Witterung hat der aktuellen Apfelernte in Kirchheim wohl nicht geschadet. „Wir haben eine Tröpfchenbewässerung“, erklärt Michael Nollenberger, einer der drei Vorsitzenden des Vereins und Apfelerzeuger im Vollerwerb aus Kirchheim. Besonders beliebt sind in diesem Jahr bei den Besuchern nicht nur alteingesessene Apfelsorten wie der Elstar.

Die beiden Renner der Saison sind in Kirchheim der Wellant, ein würzig-süßer Apfel, und der Zari. Der Publikumsliebling Zari ist eine Kreuzung aus dem Elstar-Apfel und dem Delbarestivale. Rund 30 Apfel- und Birnensorten liegen zum Probieren bereit. Unter den fünf Birnensorten ist die Williamsbirne noch immer der heimliche Star. Doch auch weniger bekannte Sorten wie die Conference Birne oder die Novembra finden Liebhaber. Am Probierstand machen Tanja Härle und Martina Etticher Appetit auf ein Versucherle.

Zu sehen ist auch die professionelle Lagerung der Früchte. „Sie werden in einer besonderen sauerstoffreduzierten Atmosphäre gelagert, die die Äpfel und Birnen besonders lange frisch und knackig hält“, erklärt Michael Nollenberger. Für viele Besucher ist es interessant, einmal einen Blick auf die Kältemaschine zu werfen, die die Lagerhalle auf besonders frische Temperaturen herunterkühlt. Und während die Erwachsenen in der Gläsernen Produktion sehen, wie die Obstbauern in der Umgebung arbeiten, vergnügen sich die Kinder beim Apfelpressen oder auf der Hüpfburg aus Stroh.

Gemeinsam können die Familien Fahrten durch die Plantage machen in den sogenannten Erntewägelchen. „Wir freuen uns immer wieder darüber, dass unser Apfelfest so gut angenommen wird“, betont Michael Nollenberger mit Blick auf die Fülle an Besuchern. Im aufgebauten Festzelt gibt es Live-Musik vom Gesangverein und seinen Chören. Der ökumenische Gottesdienst ist der Auftakt zum Apfelfest. Die Edelobstanlage Im Krümmling an der B 27 zwischen Kirchheim und Lauffen ist um die Mittagszeit schon so stark frequentiert, dass es schwierig wird, einen Parkplatz zu finden.

Ausgefallene Chipsmaschine

Und weil immer mehr Menschen zum Apfelfest nach Kirchheim kommen und dort besonders die handgemachten Kartoffelchips lieben, haben kreative Geister wie Andreas Müller aus den Reihen der bewirtenden Vereine eigens eine Maschine erfunden, die die Kartoffel in hauchdünne Scheiben filetiert. Man nehme: ein Messer, ein Vesperbrett einen Akkuschrauber. Mit etwas Freude am Tüfteln entsteht daraus eine die kleine Wundermaschine, die auch größere Ansammlungen von Leckermäulern mit den begehrten Kartoffelchips versorgt. „Nur zu lang dürfen die Kartoffeln nicht sein, sonst kommt die Maschine ins Rotieren“, schmunzelt der Erfinder Andreas Müller.

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