Planspiel Schülern gelingt der Kompromiss

Bönnigheim / bz 14.07.2018

  Schüler der Klasse 9c des Alfred-Amann-Gymnasiums Bönnigheim (AAG) schlüpften kürzlich im Rahmen eines Gemeinschaftskundeprojekts in die Rollen von europäischen Regierungschefs sowie die der zuständigen Minister im Europäischen Rat und berieten in einem Planspiel über die „Festung Europa“.

Das Ziel des Planspiels, das durch Mitarbeiter der Landeszentrale für politische Bildung  Baden-Württemberg angeleitet wurde, war es, die teilnehmenden Schüler mit der Thematik der Asyl- und Flüchtlingsfragen vertraut zu machen und dabei die verschiedenen inhaltlichen Standpunkte der einzelnen Mitgliedsstaaten kennenzulernen, teilt die Schule mit. Im Planspiel wird versucht, zu einer gemeinsamen Lösung zu gelangen. In einer Diskussion, die  durch Verhandlungen unterbrochen werden konnte, sollten letztendlich alle Teilnehmer daran mitwirken, einen Kompromiss zu finden.

Im Gegensatz zur realen Politik konnten die Schüler im Planspiel in der letzten Minute noch einen Konsens finden: Geflüchtete und Asylsuchende werden nach einem Quotensystem innerhalb der EU verteilt. Bei der Ermittlung von Aufnahmequoten konnten zum Beispiel Faktoren wie die Wirtschaftskraft eines Staates (Bruttoinlandsprodukt), Bevölkerungszahl, die Fläche eines Mitgliedstaats, Arbeitslosigkeit oder die Zahl bereits aufgenommener Flüchtlinge berücksichtigt werden. Zudem einigten sie sich auch darauf, die Verteilung der Kosten durch die Schaffung eines gemeinsamen EU- Flüchtlingsfonds zu regeln.

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