Bönnigheim Schlossmauer soll saniert werden

Schlossmauer und Zaun umfassen den Hof vor dem Bönnigheimer Schloss. Im Technischen Ausschuss ging es jetzt um deren Sanierung.
Schlossmauer und Zaun umfassen den Hof vor dem Bönnigheimer Schloss. Im Technischen Ausschuss ging es jetzt um deren Sanierung. © Foto: Martin Kalb
Uwe Deecke 02.10.2017

Nach gut 20 Jahren soll die 93 Meter lange historische Schlossmauer saniert werden. Sie war zuletzt vor dem Einzug der Sammlung Zander im Jahr 1996 instand gesetzt worden.  25 Sandsteinpfeiler stehen rund um das Schloss im Halbkreis, die die Natursteinmauer mit Sandsteinabdeckung verschönern, dazwischen ist der Holzzaun mit Metallhalterungen.

Beauftragt war das Ingenieurbüro Grau aus Bietigheim-Bissingen mit der Erstellung einer Sanierungskonzeption für die historische Mauer des 1756 erbauten Stadionschen Schlosses. Die jetzt erforderlichen Maßnahmen an den Sandsteinpfeilern seien „konservatorische Maßnahmen mit partiellen Erneuerungen und Ergänzungen“, so die Vorlage für den technischen Ausschuss, der das Thema am Freitag behandelte.

Reinigung im Heißdampfverfahren, Steinfestigung, Kittungen, Rissinjektionen, Mörtelerneuerungen und Erneuerung der Stoßfugen sind geplant. An der Mauer selbst sind ebenfalls Reinigung, Putzaustausch, Neuverfugung und Herstellung einer Wasserrinne notwendig. Am Zaun müssen die Metallteile neu beschichtet werden und sämtliche Holzteile ausgetauscht werden. Die Kostenberechnung ergibt hier einen Gesamtbetrag von rund 198 000 Euro.

Antrag auf Zuschuss

Die günstigere Variante wäre die Restaurierung der Sandsteinpfeiler gewesen, Mauer und Zaun wären bis auf die Abdecksteine unverändert geblieben. Die Kosten hierfür: rund 68 000 Euro.

 Der technische Ausschuss empfahl trotz des Preisunterschiedes die umfassende Sanierung – die Entscheidung fällt im Gemeinderat – und hofft dabei auf die Verlässlichkeit der Kostenberechnung. Um die Maßnahme für die Stadt günstiger zu machen, soll beim Landesdenkmalamt ein Zuwendungsantrag gestellt werden. Gleichzeitig sollen in den Haushalt 2018 Mittel von rund 200 000 Euro eingestellt werden, um die Sanierung finanzieren zu können.

Der Zuwendungsantrag soll bis 1. Oktober beim Landesamt für Denkmalpflege gestellt werden. Mitte Oktober gibt es bereits einen Ortstermin mit der Behörde zur Abstimmung des Antrages auf denkmalschutzrechtliche Genehmigung. Die Ausschreibung der Arbeiten könnte dann im November stattfinden, so dass vor Weihnachten Angebote vorliegen. Geplant ist die Ausführung von März bis Juni nächsten Jahres, damit zum Ganerbenfest bei der 1225-Jahr-Feier der Stadt im Juli die Sanierung beendet wäre.