Maßnahme Sanierung wird günstiger

Die Sanierung der Marienstraße steht auf der Prioritätenliste in Löchgau ganz oben.
Die Sanierung der Marienstraße steht auf der Prioritätenliste in Löchgau ganz oben. © Foto: Martin Kalb
Löchgau / Uwe Deecke 07.11.2018

Es gibt auf der Marienstraße zwischen dem Tulpenweg und der Reinhold-Bechtle-Straße verschobene Randbegrenzungen, Schäden an der Asphaltoberfläche und Risse, in die das Wasser laufen kann. Die Marienstraße landete deshalb ganz oben auf der Prioritätenliste der Straßensanierungen, die die Gemeinde Löchgau abarbeitet.

Doch die geschätzten Kosten von zunächst 700 000 Euro werden nicht erreicht. Der Kanal sei in einem guten Zustand und müsse nicht ausgetauscht werden, sagte Bürgermeister Robert Feil zu Beginn der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag. Doch es sei bei den Baufirmen auch Eile geboten, „weil wir merken, dass die Marktsituation angespannt ist“.

Deshalb zog man die Maßnahme vor, die Volker Martin vom Büro Ippich im Detail vorstellte. Durch parkende Fahrzeuge gebe es eine eingeschränkte Breite der Fahrbahn, die Gehwegbreite liege teils bei unter einem Meter und die Straße sei wegen der Schäden auch für Radfahrer gefährlich. Nun liege auch das Ergebnis der Kanalbefahrung vor, so der Ingenieur. Der Kanal selber weise keine Schäden auf, allerdings die Anschlüsse, die nicht mehr ganz schließend sind, so dass hier Wasser austreten kann.

Die gesamten Arbeiten sind auf fünf Monate angesetzt, in denen in zwei Abschnitten aufgegraben wird, Hausanschlüsse erneuert werden und die Straße saniert wird. Unterm Strich komme die Maßnahme auf 458 000 Euro brutto plus Nebenkosten. Die Randsteine gleich mit abzusenken, riet Bürgermeister Feil angesichts der geringen Gehwegbreite. Dass hier ab 18 Uhr alles zugeparkt sei, sagte CDU-Rätin Monika de Conink, die Ausweichstellen forderte. Dafür aber ist ein Parkkonzept erforderlich, welches vom Landratsamt genehmigt werden muss.

Dass die Netze BW hier zunächst keine Kabel verlegt, könnte dafür sorgen, dass die neue Straße später wieder aufgerissen werden müsse, wandte Birgit Griesinger (FWL) ein. Das „Telekom-Problem“ war Feil freilich bewusst, denn das habe es in der Vergangenheit schon oft gegeben. Kommen wird statt der Erdkabel ein Kabelverteilerschrank, der Stahlmast für die Stromversorgung der Dachständer bleibt zunächst an Ort und Stelle.

Der Zeitplan: Nach dem Beschluss kann die Ausschreibung vorbereitet werden und im Dezember/Januar erfolgen. Die Vergabe sei für Februar oder März vorgesehen, Beginn der Arbeiten könne dann Ende März oder Anfang April sein, so Martin. Das Gremium beschloss einstimmig, die Maßnahmen in diesem Umfang auszuschreiben und die Mittel in den Haushalt 2019 einzustellen.

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