Kirchheim Sanierung von Gemeindehalle wird geplant

Nach langer Vorlaufzeit beginnen jetzt die Planungen für die Sanierung der Gemeindehalle in Kirchheim. Darüber berät der Gemeinderat am Donnerstag.
Nach langer Vorlaufzeit beginnen jetzt die Planungen für die Sanierung der Gemeindehalle in Kirchheim. Darüber berät der Gemeinderat am Donnerstag. © Foto: Martin Kalb
Kirchheim / Von Uwe Deecke 18.07.2018

Die im Jahr 1965 gebaute Halle an der Hohensteiner Straße in Kirchheim ist in die Jahre gekommen. Immer wieder wurde teilsaniert und nachgerüstet, nun wird  endlich eine umfassende Sanierung geplant. Das Gebäude, in dem sich auch das für Schulen und DLRG wichtige Lehrschwimmbad befindet, muss kernsaniert werden, was mit erheblichen Einschränkungen für Vereine verbunden sein wird. Die Sanierung bedeute, so Bürgermeister Uwe Seibold auf Anfrage der BZ, dass auf das Rohbauniveau zurückgebaut werden muss. Böden und Decken müssen ausgetauscht werden, und auch die Fensterfront entspricht nicht mehr heutigen Vorgaben.

„Als wir damals anfangen wollten, hat der Kinderbetreuungsboom angefangen“, blickt Seibold auf die ersten Planungen zur Generalsanierung zurück. Mit dem Ausbau der Kinderbetreuung fehlte schlichtweg das Geld, um mit der Hallensanierung zu beginnen. Das Projekt wurde vertagt. Seitdem gibt es neue Vorschriften im Brandschutz, die das Vorhaben zusätzlich zu den gestiegenen Baukosten verteuern. Seibold schätzt die Gesamtmaßnahme auf rund 7,5 Millionen Euro, von denen rund 4,5 Millionen auf die Gemeinde entfallen.

Drei Millionen Euro erhoffte sich Kirchheim an Zuschüssen, doch alle Förderanträge fielen im letzten Jahr durch. Das bedeute aber nicht, dass nicht gefördert werde, so Seibold. Er setzt auf die nächste Runde in der Warteschleife der Förderzusagen, damit das Projekt in Gang kommt.

Geplant ist zusätzlich die Ertüchtigung des Lehrschwimmbades mit Betonsanierung und der Erneuerung der technischen Anlagen. Ein neuer Anbau im südlichen Bereich soll als Gymnastikhalle genutzt werden, ein weiterer im westlichen Bereich für Umkleiden für Sportler. Auch der Eingang soll neu konzipiert werden. Vom Parkplatz kommend soll auf der rechten Hallenseite ein neuer barrierefreier Zugang mit Aufzug entstehen.

Immer wieder habe man in den letzten Jahren in die Halle investiert, erklärt der Rathauschef. Die Halle bekam ein Blockheizkraftwerk, es gab neue Heizkörper, Investitionen, die sich auch in den Generalsanierung auszahlen und weiter verwendet werden können. Vor wenigen Jahren bekam die Halle eine Brandmeldeanlage, die dann Vorschrift wurde. „Im Neubau müsste es aber eine andere sein“, so Seibold, denn hier seien andere Vorschriften gültig. Was an Haustechnik zu alt sei, müsse raus, schon aus hygienischen Gründen. All dies macht die Halle zum Mammutprojekt für die nicht gerade finanzstarke Kommune.

Am Donnerstag, 19 Uhr, wird der Gemeinderat über das Projekt diskutieren. Wichtigster Punkt wird die Überlegung sein, das Ganze in zwei Bauabschnitten umzusetzen. „Es wäre leichter zu finanzieren“, sagt Seibold, und auch die Förderung wäre dann womöglich leichter zu bekommen. Überlegt werde auch eine erweiterte Nutzung der Halle. Denkbar wäre die Möglichkeit einer Kinderbetreuung in der Halle, bei der Kirchheim nach wie vor Bedarf hat und die zusätzliche Mittel zur Sanierung bedeuten würde. Hier gebe es im Gebäude am Eingangsbereich Flächen, die in Frage kämen.

Aufteilung der Bauabschnitte

Die Aufteilung in zwei Bauabschnitte ist auch nach der ersten Einschätzung des Architekturbüros denkbar, aber es seien mit Blick auf die technische Umrüstung und Überlegungen zum neuen Haupteingang im Süden detaillierte Berechnungen notwendig. Aus diesem Grund will die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie beim Büro in Auftrag geben, über die am Donnerstag abgestimmt wird und die als Grundlage für einen neuen Förderantrag dient.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel