Freudental Sanierung des Kleinspielfelds geht ins Geld

In die Erneuerung des Bolzplatz wird die Gemeinde Freudental  330000 Euro investieren.
In die Erneuerung des Bolzplatz wird die Gemeinde Freudental 330000 Euro investieren. © Foto: Helmut Pangerl
Uwe Deecke 20.12.2017

Gut 30 Jahre gibt es nun das Kleinspielfeld auf dem Freudentaler Schul- und Sportgelände neben der Schönenberghalle, das auch rege genutzt wird. Weil es immer geöffnet ist, wird das rund 50 Meter lange Feld als Bolzplatz genutzt und ist Treffpunkt für die Jugendlichen. Risse und Schäden am Kunststoffbelag gibt es schon eine Weile und waren Anlass, im Gemeinderat über eine Sanierung nachzudenken. Weil der Platz im Rahmen des kommenden Ganztagsbetriebs der Grundschule ebenfalls genutzt werden wird, mochte die Verwaltung eine Sanierung nicht länger hinausschieben.

Eine erste Kostenschätzung aus dem Jahr 2013 belief sich auf rund 205 000 Euro. Gefordert wurde bereits damals ein Gutachten über den Unterbau des Platzes, das dann auch in Auftrag gegeben wurde. Das Büro Plankonzept aus Brackenheim kam nach Kernbohrungen zu dem Schluss, dass die sichtbaren Risse auch den Unterbau betreffen, der ungewöhnlich dick ist. Was die Sache ungemein verteuert. Nun soll nicht nur der Kunststoffbelag ausgetauscht werden, sondern der gesamte Asphaltunterbau. Auch eine Neugestaltung ist vorgesehen. Auf 330 000 Euro verteuert sich die Sanierung, die Landschaftsarchitekt Jürgen Haas in der Sitzung des Gemeinderats vorstellte.

„Das Spielfeld wird in dieser Form bestehen bleiben“, so Haas zu seiner Planung. Für die Leichtathletik soll die 50-Meter-Bahn erhalten bleiben, statt der Wurfanlage ist ein Kleinspielfeld geplant. Dieses Minspielfeld soll, so Haas in der Sitzung, einen umlaufenden Zaun bekommen, um den Basketballern nicht in die Quere zu kommen. Zwei Basketballkörbe sind in der Planung und ein möglicher Standort für eine Tischtennisplatte.

„Wir brauchen eine Bande, denn Zäune werden nicht gefördert“, war der Einwand von SPD-Rat Dieter Bertet, der auf den so geplanten Platz keine Schüler und Jugendlichen lassen wollte. Er schlug vor, den Plan vorab einem wissenschaftlichen Institut zur Prüfung vorzulegen. Es gebe im Rahmen der Sportförderung Mittel, die den Bau von Banden fördern.

Um den Platz auch für Zuschauer attraktiv zu machen, soll eine zweistufige Erhöhung zu den Tennisplätzen hin gebaut werden. Diese könnte dann auch gleich den Untergrund der Tennisplätze absichern, die direkt angrenzen. Spezielle Stahlgitter am Platz sollen die Geräuschemissionen für die Anwohner vermindern. Den Asphalt da auszubessern, wo er Risse bekommen hat, hätte die Maßnahme deutlich billiger gemacht, war aber kein Thema der Diskussion.

Gefördert wird die Maßnahme gleich zweifach, und die Zeit drängt. Beantragt müssen Fördermittel im Rahmen der kommunalen Sportstättenförderungsrichtlinien bis 31. Dezember. Hier rechnet die Verwaltung mit Geldern in Höhe von 90 000 bis 100 000 Euro. Weil der Platz wichtiger Bestandteil bei der Einführung der Ganztagsschule ist, soll zudem ein Zuschuss aus dem Ausgleichsstock in Höhe von 50 000 bis 60 000 Euro beantragt werden. Hierfür endet die Frist am 31. Januar 2018.