Sanierung Pflaster ist an der falschen Stelle

Löchgau / Uwe Deecke 11.07.2018

Sechs Jahre ist sie erst alt, die Pflasterung an der Besigheimer Straße über dem verdohlten Steinbach. Jetzt zeigt sich: Sie hält nicht und muss saniert werden. Mit der Firma, die damals die Arbeiten ausgeführt hat, traf die Gemeinde jetzt eine Einigung, die ihr einen Teil der Kosten spart.

Drei Pflasterfelder waren damals eingebaut worden, die stellenweise  nur 25 Zentimeter über der Dohle liegen. Das sei zu wenig, meldete die ausführende Firma Eurovia schon damals Bedenken an, und sie sollte Recht behalten.

Im Frühjahr 2017 zeigten sich erste Schäden auf zwei der drei Pflasterfelder, die im südlichen, überdohlten Bereich der Straße liegen. Zwar meldete die Verwaltung die Schäden noch im Gewährleistungszeitraum an, doch die Firma lehnte eine kostenlose Sanierung ab mit Verweis auf die früh geäußerten Bedenken. Wenig Chancen sah daher auch der Rechtsbeistand der Gemeinde, der Firma die Schäden anzulasten.

Einigung mit Firma

Nun kam es dennoch zu einer Einigung: Die Firma ist bereit, einen Abschlag von 25 Prozent auf die errechneten 56 000 Euro zu gewähren. So teuer ist es, das Pflaster zu sanieren. Als weitere Kulanzleistung bietet sie an, die Fahrbahn der Zufahrt zum Tennisclub, die bereits seit Langem zur Sanierung ansteht, um ein Viertel günstiger als die errechneten 16 800 Euro zu sanieren. Die Bauarbeiten könnten noch im Sommer 2018 erfolgen und würden die Gemeinde unterm Strich 44 500 Euro kosten.

Nach Ansicht des Ingenieurbüro KMB ist anstelle des Pflasters nur Asphalt sinnvoll, nur die sogenannten Schubsicherungssteine wären sichtbar. Um die ursprüngliche Optik nicht ganz aufzugeben, diskutierte der Gemeinderat, ob an dieser Stelle auch eine farbliche Gestaltung sinnvoll wäre.

Keine farbliche Gestaltung

Während Heinz Schneider von den Freien Wählern und Monika de Coninck von der CDU-Fraktion dafür stimmten, lehnte die Hälfte und damit die Mehrheit der Räte die Farbgestaltung ab. Das Gremium stimmte anschließend für die Vergabe der Sanierungsarbeiten zum Preis von rund 44 500 Euro an die Firma Eurovia.

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