Bönnigheim Oberste Priorität hat Tempo 30

Trotz Querungshilfe ist der Übergang zum Spielplatz an der Burgstraße gefährlich für Kinder. Ein Zebrastreifen könnte hier das Tempo der Autofahrer entschleunigen.
Trotz Querungshilfe ist der Übergang zum Spielplatz an der Burgstraße gefährlich für Kinder. Ein Zebrastreifen könnte hier das Tempo der Autofahrer entschleunigen. © Foto: Martin Kalb
Bönnigheim / Von Uwe Deecke 24.08.2018

Der neue Spielplatz an der Burgstraße ist für alle Altersgruppen attraktiv. Für den sicheren Zugang fehlen aber weiterhin noch Verkehrslösungen.

Tempo 50 gilt dort noch, so lange der Lärmaktionsplan keine Besserung auf Tempo 30 bringt. Und es fahren LKW und Busse direkt am Spielplatz vorbei in Richtung Freudentaler Straße, wo es oben eng wird und geparkte Autos oft zum Anhalten zwingen. „Es fehlt die Endentwicklung“, beurteilt der neue Bürgermeister Albrecht Dautel die momentane Situation.

Positiv sei, dass man mit den Querungshilfen für eine Beruhigung des Verkehrs sorgen konnte. Die Burgstraße wurde am Spielplatzbereich zweigeteilt und hat in der Mitte Platz für Fußgänger und Radfahrer, die dann abwarten können, falls von einer Seite noch Autos kommen.

Im frühen Verlauf der Planungen gab es für die Burgstraße die Zusage für einen Zebrastreifen seitens des Landratsamtes. Dann entschied sich der Gemeinderat für eine Beruhigung mittels Zweiteilung und Querungshilfen am Bereich des Spielplatzes.

Platz für Zebrastreifen

Der Radweg zum Sportplatz und zum Freibad wurde aus Sicherheitsgründen so angelegt, dass er nicht durch den Platz, sondern südlich an ihm vorbei führt. Da, wo er auf die Burgstraße trifft, wäre der ideale neue Bereich für einen Zebrastreifen, wo die Autofahrer dann tatsächlich halten müssen, wenn Fußgänger kommen.

„Die Situation ist so wie sie ist verkehrsrechtlich in Ordnung“, macht Dautel deutlich, und sie sei so mit der Verkehrsbehörde abgestimmt. Da es sich hier außerdem auch um einen Weg zur Schule und zum Sportplatz handelt, mache die Sache allerdings komplex.

Die Burgstraße soll nach den Wünschen des Gemeinderates wie auch die Karlstraße, die Poststraße, die Bismarckstraße und der Anfang der Kirchheimer Straße Tempo 30 bekommen. Dafür müssen auch entsprechende Verkehrszahlen erreicht werden, die allerdings an der Burgstraße so kaum zu erwarten sind. Den Verkehr hier zu entschleunigen, sei ihm allerdings wichtig, sagt Albrecht Dautel, der in der Sache noch auf das Landratsamt zugehen möchte.

Davor wird es allerdings zum Informationsabend am 12. September im Rathaus kommen, an dem der Lärmaktionsplan um 19 Uhr vorgestellt wird und wo den Bürgern die Möglichkeit gegeben wird, den Entwurf anzusehen und Stellung zu nehmen. Dautels Ziel ist es, die Anregungen mitzunehmen und auch dem Landratsamt vorzulegen.

Bis es soweit ist, appelliert er auch an die Eltern und ihre Aufsichtspflicht, wenn sie mit Kindern den Spielplatz besuchen. „Es gibt viele Gründe, den Verkehr dort zu entschleunigen“, sagt der Rathauschef. Doch es gelte unter anderem zu klären, wo es noch andere neuralgische Punkte in Bönnigheim gebe. „Die erste Priorität ist Tempo 30“, erklärt Dautel zur Burgstraße. Wenn das Landratsamt einen Zebrastreifen hier erlaube, dann werde sich die Stadt Bönnigheim sicher nicht dagegen wehren, meint der Bürgermeister.

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