Gemeinderat Neuer Spielplatz sorgt für Ärger bei den Anwohnern

Anwohner und Eltern fordern eine Ampel oder einen Zebrastreifen für die Kinder, die vom Spielplatz kommen.
Anwohner und Eltern fordern eine Ampel oder einen Zebrastreifen für die Kinder, die vom Spielplatz kommen. © Foto: Uwe Deecke
Bönnigheim / Uwe Deecke 18.06.2018

Die Anwohner, die in der Bürgerfragestunde in der öffentlichen Gemeinderatssitzung waren, machten ihrem Unmut eine halbe Stunde lang Luft. Obwohl der Spielplatz an der Burgstraße, der gerade erst eröffnet wurde (die BZ berichtete), eigentlich nur bis 20 Uhr benutzt werden darf, halten sich dort die Jugendlichen länger auf. Zwei Gruppen mit lauter Musik seien unlängst spät abends da gewesen, doch statt eines Platzverweises habe die Polizei sie lediglich ein paar Meter weiter geschickt. Die Wasserpumpe sei malträtiert worden und habe für Krach gesorgt, das Sonnensegel werde als Hängematte benutzt. „Wenn man die Polizei ruft, passiert drei Stunden gar nichts“, so ein Bürger.

„Alles ist von vornherein geregelt mit den Schildern“, erklärte Bürgermeister Kornelius Bamberger. Er habe während seiner Abwesenheit letzte Woche von den Problemen gehört, nachdem wegen des Spielplatzes mehrere Bürger bei Ordnungsamtsleiter Timo Steinhilper vorsprachen. Man habe zugesagt bekommen, dass es hier Streifenfahrten geben werde, so Bamberger. Wenn man die Namen feststellen könnte, seien Platzverweise möglich. Wichtig sei auch, mit den Polizeibeamten zu reden, wenn der Streifenwagen da ist. „Es ist eine Einrichtung, die uns wichtig ist“, so der Rathauschef. Und man wolle nicht, dass die Nachbarschaft darunter leidet.

Sicherheit ist ein Thema

Das zweite Thema, das die Bürger beschäftigt, ist die Sicherheit. „Wieso ist die Wiese so gestaltet, dass kleine Kinder einfach auf die Straße laufen können?“, fragte eine Anwohnerin. Vorher habe es eine mobile Ampel gegeben, nun sei sie mit dem neuen Spielplatz weg. Dies sei alles mit den Behörden „durchkontrolliert“, erklärte Bamberger. Und Eltern müssten schließlich auf ihre Kinder aufpassen. Ein Zebrastreifen sei beantragt, aber vom Landratsamt abgelehnt worden, sagte Bamberger zum Sicherheitsproblem anlässlich der Eröffnung. Ein paar Euro zu investieren und den Platz einzuzäunen, forderte ein dritter Bürger in der Fragestunde, der ganz allgemein ein fehlendes Konzept bemängelte. „Das werden wir schon wegen der Optik nicht machen“, entgegnete Bamberger. Ein Zaun sei an dieser Stelle hässlich und würde ohnehin überklettert werden.

Als dritten Aspekt kritisierten die teilnehmenden Bürger der öffentlichen Sitzung das Parkproblem. In der Bachstraße werde von Spielplatztouristen so geparkt, dass keiner mehr durchkomme. Dies sei ein Weg zum Kindergarten und man müsse dort handeln, bevor etwas passiere. Dazu habe die Straßenverkehrsordnung Regelungen, stellte der Bürgermeister fest. Fotos an die Stadtverwaltung würden helfen, dies zu ahnden.

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