Zuschlag Natursteinmauer soll Gelände sichern

Die Rückansicht des Kirchheimer Feuerwehrhauses mit dem Mühlbach. Eine Mauer dahinter muss gesichert werden.
Die Rückansicht des Kirchheimer Feuerwehrhauses mit dem Mühlbach. Eine Mauer dahinter muss gesichert werden. © Foto: Martin Kalb
Kirchheim / Uwe Deecke 11.10.2018

Volker Martin vom Ingenieurbüro Ippich hatte bei der Sitzung des Kirchheimer Gemeinderats im Juli das Schadensbild dargestellt: Die Betonmauer kippe in Richtung Mühlbach ab, was auch am Verlauf des Geländers zu erkennen sei.

Um einen größeren Schaden zu verhindern, wurden die Tiefbauarbeiten zuvor beschränkt ausgeschrieben, doch es lagen bis zur Sitzung noch keine Angebote vor. Der Planer schätzte die Kosten dafür auf rund 45 000 Euro inklusive Nebenkosten.

Um schnell agieren zu können, ermächtigte der Gemeinderat die Verwaltung, die Arbeiten nach der Ausschreibung an den günstigsten Bieter zu vergeben. Das beste Angebot kam von der Firma Mayer aus Kirchheim, das nun für rund 39 000 Euro den Zuschlag erhielt.

Der Abstand zwischen Gebäude und Mühlbach sei sehr klein, sodass hier von den Planern schon bei den Gebäuden vor dem 15 Jahre alten Gerätehaus eine Stützmauer verlangt worden sei, erläutert Kirchheims Bürgermeister Uwe Seibold auf Anfrage der BZ.

Versatz an der Fuge

Nun habe sich im letzten Winter ein Versatz an der Dehnungsfuge der Mauer gebildet, der ein Handeln erforderlich mache. Dies könne mit dem Frost oder auch einfach dem Untergrund zu tun haben, der hier vorliege.

Für eine Baumaßnahme brauchte die Gemeinde auch eine wasserrechtliche Genehmigung, die das Landratsamt erteilt. Statt zu betonieren sollten nach dem Willen der Behörde Natursteine gelegt werden, die der Mauer wieder ihre Festigkeit verleihen. „Eine Natursteinmauer ist optisch keine schlechte Lösung“, so Bürgermeister Uwe Seibold, und sie komme auch deutlich günstiger.

Als Material habe man witterungsbeständigen Jurastein ausgewählt, der frostsicher ist. Er wird nun anstelle der 15 Meter langen Betonmauer verlegt, die in den nächsten Tagen abgebrochen wird. Auf vier bis fünf Wochen schätzt Seibold die Dauer der Arbeiten. Sie sollen in jedem Fall vor dem Wintereinbruch beendet sein. Uwe Deecke

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