Mit rund 40 Kindern und Jugendlichen ist die Jugendabteilung der Bönnigheimer Feuerwehr „sehr gut aufgestellt“, findet Jannik Joos, stellvertretender Jugendwart bei der Bönnigheimer Wehr. Dennoch kooperiert die Freiwillige Feuerwehr mit der Ganerbenschule und lädt einmal im Jahr zu sich ein.

Am Donnerstag wimmelte es beim Helfertag der Jugendfeuerwehr Bönnigheim von neugierigen Grundschülern der Ganerbenschule. In der vierten Klasse steht das Thema Brandschutz auf dem Lehrplan. Kurze Wege und engagierte Ehrenamtliche machen den Blick hinter die Kulissen problemlos möglich. Natürlich müssen sich die Engagierten in der Jugendfeuerwehr für diesen Tag in ihrer Arbeitsstelle freinehmen. Wie Jannik Joos, dem stellvertretenden Jugendwart, geht es den anderen auch. Sie nehmen sich gerne frei und machen Kinder schon frühzeitig mit Gefahren im Haushalt vertraut. „Wir zeigen hier eine Fettexplosion. Das prägt sich ein. Die Kinder wissen danach in der Regel, dass man eine überhitzte Pfanne nicht mit Wasser abkühlt und erklären das oft auch zuhause der Mama“, so Joos.

Sechs Stationen

Beim jährlichen Helfertag im Frühling werden den 70 Besuchern in sechs Stationen Themen wie das richtige Absetzen eines Notrufs oder das Verhalten in verrauchten Räumen nähergebracht. An einem Stand stellen sich Mitglieder der Jugendfeuerwehr vor und erzählen viel auch über die Gemeinschaft, die sie in der Jugendfeuerwehr erleben. An anderen Stationen wird ein Blick ins große neue Löschfahrzeug geworfen. Die Kleidung der Feuerwehrleute ist ein Thema und die Aufgaben der Jugendfeuerwehr.

Am Ende des Schnuppertages stehen eine Rundfahrt im Feuerwehrauto und die Rückfahrt zur Ganerbenschule. Davor geht es intensiv um das Vorgehen bei Räumungsalarm in der Schule. Beim Gang durchs Feuerwehrhaus sehen die Kinder die Fahrzeughalle, die Werkstatt und den Turm, den sie hinaufklettern und dort mehr über seine Funktion erfahren.

Nachwuchssorgen kennt die Bönnigheimer Feuerwehr nicht. Vielmehr zählen sie so viele Kinder in ihren Reihen, dass sie ihre Ausflüge in der Umgebung machen, etwa ins Feuerwehrmagazin nach Ludwigsburg zum Beispiel, wo die Kinder die Chance haben, einmal ein „richtig großes Feuerwehrgelände zu erkunden“, so Joos. Nach Nachwuchs fischen die Floriansjünger beim Helfertag trotzdem automatisch, denn im Gegensatz zu Sportvereinen ist die Nachwuchsarbeit hier elementar wichtig für die Sicherheit in der Bevölkerung.

Die Kinder erfahren exakt, wie die Jugendarbeit in den drei Gruppen aufgebaut ist. Die nehmen Kinder von 8 bis 17 Jahren auf. Die Gruppen staffeln sich von den „Beginnern“ bis zu den „Profis“, die sich schon auf die Grundausbildung vorbereiten. Die mittleren lernen einen Löschangriff kennen und verstehen und die „Beginner“ erfahren spielerisch, wie die Feuerwehr funktioniert.