Im Erligheimer Sanierungsgebiet Ortskern III wurde in den vergangenen Jahren bereits einiges umgesetzt. Auch für die nächsten Jahre sind noch einige Maßnahmen geplant. Daher stimmte der Erligheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am 17. Oktober einem Vorschlag der Gemeinde und der STEG Stadtentwicklung zu, einen Antrag auf Aufstockung des Förderrahmens zu stellen.

Desirée Matheis von der STEG Stadtentwicklung fasste den Sachstand zusammen: 2012 betrug der Gesamtförderrahmen für das Sanierungsgebiet noch rund 1,1 Millionen Euro. Durch Aufstockungsanträge der Gemeinde aus den Jahren 2016 und 2018 wuchs dieser Betrag auf etwas mehr als zwei Millionen Euro an. Das Land übernimmt hierbei 60 Prozent, die Gemeinde trägt 40 Prozent der Kosten. Auch die Gebietsgröße hatte sich im Verlauf der Jahre von ursprünglich 6,4 Hektar auf 8,7 Hektar vergrößert.

Abgeschlossene Projekte

Matheis legte dar, welche Projekte bisher realisiert werden konnten. Dazu zählen neben einigen privaten Maßnahmen auch das Blatter-Areal, die Sanierung Rosenfeld oder das neu gestaltete Bürgerhaus. „Sanierung hat Tradition in Erligheim“, betonte sie. Noch ausstehend seien ebenfalls einige private Maßnahmen – angeführt von der Hauptstraße 1 – aber auch größere öffentliche Pläne, wie die Instandsetzung des alten Rathauses. Diese Maßnahme sei vom derzeitigen Förderahmen noch teilweise gedeckt, das anschließende Mammutprojekt – das Areal Zehntscheuer – jedoch nicht mehr. Matheis erläuterte weiter die grobe Kalkulation der Kosten für die nächsten Jahre, wonach bis 2022 ein Gesamtförderrahmen von etwa 3,2 Millionen Euro nötig wäre, was einer Aufstockung von rund 1,1 Millionen Euro entsprechen würde. Bei einem vorangegangenen Ortstermin mit Vertretern des Regierungspräsidiums Stuttgart sei man jedoch ermutigt worden einen solchen Antrag zu stellen, so Matheis weiter.

Die Zeit drängt

Gemeinderat Gustav Schabinger erkundigte sich, ob in der Kalkulation auch noch Platz für private Maßnahmen vorhanden sei, was Matheis bejahte. Bürgermeiste Rainer Schäuffele ergänzte zudem, dass Bürger, die eine private Maßnahme aus dem Förderrahmen gefördert haben möchten, schnell, spätestens 2020, auf die STEG Stadtentwicklung zukommen sollten. Man werde zwar einen Verlängerungsantrag stellen, Stand jetzt müssten aber alle Maßnahmen bis zum 30. April 2021 abgeschlossen und durchgeführt sein, um eine Auszahlung zu ermöglichen.