Sanierung Mäuseturm kostet 99 000 Euro

Der Erhalt des Freudentaler Mäuseturms wird 10 000 Euro weniger kosten als geplant.
Der Erhalt des Freudentaler Mäuseturms wird 10 000 Euro weniger kosten als geplant. © Foto: Helmut Pangerl
Uwe Deecke 20.12.2017

Der Mäuseturm ist das älteste Gebäude Freudentals, Teil der ältesten Schlossanlage und soll nach der Sanierung auch wieder genutzt werden. Das Gebäude aus dem 16. Jahrhundert ist um einiges älter als das Schloss und wurde bis Mitte des letzten Jahrhunderts auch als Arrestturm bei kleineren Vergehen genutzt. Ihn wiederherzustellen, ist seit Langem Wunsch der Verwaltung, die dafür auch vom Gemeinderat grünes Licht bekam (die BZ berichtete). 110 000 Euro waren eingeplant um das Mauerwerk wieder herzustellen, den Dachstock zu sanieren, das Dach neu zu decken und die Zwischendecke einzuziehen. Der Betrag wäre in weiten Teilen gedeckt durch die Zuschüsse für die Ortskernsanierung, in dessen Gebiet der kleine Turm steht. Zuschüsse fließen auch von der Landesdenkmalpflege in Höhe von 22 800 Euro sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von 25 000 Euro.

Dach wird abgebaut

Volker Wurst vom Bietigheimer Ingenieurbüro Grau war mit der Planung der Arbeiten beauftragt und stellte die Maßnahmen im Einzelnen vor. Schäden an der Mauerkrone müssen behoben werden, an den Fenstern ergaben sich Risse im Mauerwerk, die verpresst werden müssen. Darüber hinaus wurde in der Vergangenheit das Dach unsachgemäß befestigt. Es muss abgenommen werden und das Holz muss behandelt werden. Dann soll es neu gedeckt werden, um mit einem Rückbau das historische Tragwerk wieder herzustellen.

10 000 Euro weniger

Die Ausschreibung ergab vier Firmen für die Zimmer- und Gerüst­arbeiten, das günstigste Angebot lag bei rund 36 000 Euro. Für Naturstein- und Putzarbeiten fanden sich sieben Bieter, das günstigste Angebot lag bei rund 37 000 Euro. Zusammen mit Ingenieurskosten liegt die Sanierung nun bei rund 99 000 Euro und damit 10 000 Euro unter den geschätzten Kosten.

„Man merkt die Bedeutung, wenn man sieht, von welchen Seiten hier Zuschüsse kommen“, sagte SPD-Rat Dieter Bertet. Wichtig sei es, dem Gebäude nun wieder Leben einzuhauchen. „Gut, dass wir es verschoben haben“, so Andreas Büdenbender von der Bürgergruppe, denn so seien mehr Fördermittel zustande gekommen. Nach Winterende könnte es mit den Arbeiten losgehen, geplant ist Anfang März als Baubeginn.