Tempo Lösung für Lissenstraße gesucht

Kirchheim / Von Uwe Deecke 21.07.2018

Der verkehrsberuhigte Bereich Lissenstraße und Amselweg musste wieder eine normale Straße mit Tempo 30 werden. Anwohner der Lissenstraße kritisierten bei der Bürgerfragestunde die Forderung des Landratsamtes, den verkehrsberuhigten Bereich an der Lissenstraße und am Amselweg zurückzubauen.

Inzwischen wurden Spielstraßenmarkierungen übermalt und Schilder entfernt, es darf hier wieder Tempo 30 gefahren werden, ohne dass teilweise ein Gehweg existiert. Dass hier ein Schulweg nun gefährlicher werde, kritisierten die Anwohner ebenso wie die schnelle Vorgehensweise der Behörde. Weil der verkehrsberuhigte Bereich damals im Jahr 1990 ohne Genehmigung errichtet worden sei, müsse er wieder als normale Straße hergestellt werden, „da der dortige Bereich nicht den Vorgaben an den Ausbau eines verkehrsberuhigten Bereiches entspricht“, argumentiert die untere Verkehrsbehörde. Das bedeutet: Beschilderungen und Markierungen entfernen, damit hier keine Spielstraße mehr erkennbar ist.

Mehr Tempo auf kleinen Straßen

Eine Bürgerinitiative bemüht sich um weniger Verkehr, um Verkehrsberuhigung zwischen Bahnhof und dem Ortskern und setzt sich für mehr Sicherheit von Schulkindern ein (die BZ berichtete). Gleichzeitig werden solche Anordnungen getroffen, die auf kleinen Straßen wieder mehr Tempo zulassen. Auch die Verwaltung wollte sich damit nicht abfinden. Sie beauftragte das Büro Köhler & Leutwein aus Karlsruhe damit, für den Bereich eine Planung vorzulegen, die eine Verkehrsberuhigung ermöglicht und verkehrsrechtlich genehmigungsfähig ist.

Er sieht Fahrbahnverengungen und Tempo-20-Bereiche vor, stieß aber nicht auf die allgemeine Zustimmung auf der Sitzung. Möglichst bis September will man Lösungen haben, denn dann beginnt die Schule und der Weg wird dann wieder verstärkt genutzt. „Den schwarzen Peter hin und herzuschieben, hilft niemandem“, so Bürgermeister Uwe Seibold, besser sei es gemeinsam und konstruktiv nach Lösungen zu suchen.

In anderen Gemeinden sähen die Straßen baulich genauso aus und würden als Spielstraßen durchgehen. Vor diesem Hintergrund ist Seibold optimistisch, dass dies bei der Lissenstraße auch gelingen kann.

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