„terranets“ Löchgauer Einwände berücksichtigt

Löchgau / Von Uwe Deecke 08.02.2018

Im ersten Planungsabschnitt soll die Gashochdruckleitung, die sogenannte Neckarenztalleitung (NET), bei Wiensheim an die Nordschwarzwaldleitung anschließen und dann über Enzweihingen, Unterriexingen, Großsachsenheim bis vor Löchgau gehen. Angestrebt wird von der EnBW-Tochter „terranets BW“ später die Weiterführung über Bönnigheim an die bestehende Kraichgauleitung, was dem Unternehmen den Ringschluss seiner Gasleitung ermöglichen würde.

Mit Planungsstand zufrieden

„Wir sind mit dem Planungsstand sehr zufrieden“, erklärt Bürgermeister Robert Feil auf Anfrage der BZ. Dass die Westtrasse dabei nicht eingezeichnet sei, heiße nicht, dass diese Variante draußen sei. Hier gebe es benachbarte Wohngebiet, an die dann womöglich nicht mehr baulich angeschlossen werden könnte. „Die Möglichkeit wollen wir nicht beschnitten haben“, so Feil.

Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens werden die Auswirkungen der Maßnahme unter überörtlichen Gesichtspunkten wie Naturschutz, Flächenbedarf, Versorgungssicherheit oder Sicherheit bewertet. An das Raumordnungsverfahren schließt sich das Planfeststellungsverfahren an.

10 Meter breiter Schutzstreifen

Geplant wird auf einem Varianten-Korridor von 600 Metern Breite, in dem der Bau erfolgen soll. Zehn Meter wird der spätere Schutzstreifen breit, der nicht überbaut werden kann, 30 Meter der Arbeitsstreifen für die Fahrzeuge beim Bau.

Das Verbot der Überbauung war es, das in Löchgau Kritik an der zunächst geplanten Trasse hervorrief. Es würde die Entwicklung der Gemeinde nachhaltig beeinträchtigen, wenn die Leitung im Westen an Löchgau vorbei führen würde, war der Einwand des Gemeinderats. Er forderte eine Alternativtrasse östlich an Löchgau vorbei, wo die Leitung dann Richtung Erligheim und weiter nach Bönnigheim führt. Diese Variante wurde nun als Korridor ins Raumfeststellungsverfahren aufgenommen und hat Chancen, berücksichtigt zu werden. Das letzte Wort hat  das Regierungspräsidium (RP).

Der spätere Schutzstreifen ist ebenfalls im Verfahren festgelegt: „Die Leitung wird durch den bereits beschriebenen Streifen von je 5 Meter Breite beiderseits der Leitungsachse vor äußeren Einwirkungen geschützt. In diesem Bereich ist die Nutzung der Grundstücke eingeschränkt. Der Schutzstreifen wird in aller Regel durch Eintragung ins Grundbuch dinglich gesichert“, heißt es in der Vorlage von „terranet“ an das RP.