Bönnigheim / Uwe Deecke

Der städtische Kindergarten „Villa Kunterbunt“ liegt direkt an der stark befahrenen Kirchheimer Straße, wo es besonders im Berufsverkehr laut zugeht. Drei Ü3-Gruppen sind hier, 65 Kinder zwischen drei und sechs Jahren. Sie haben in dem Gebäude der früheren Lateinschule sechs Räume zur Verfügung und den Außenbereich, von dem aber nur ein Teil wirklich genutzt wird.

Im westlichen Bereich existiert bereits eine Lärmschutzwand, im Osten ist der Grünbereich mit einem einfachen Zaun zum Gehweg hin. „Es hat sich deutlich verbessert“, sagt Kindergartenleiterin Simone Wagner, seit der Verkehr auf Tempo 30 reduziert worden ist. Die vielen Lastwagen höre man hier aber nach wie vor, wenn sie direkt am Gebäude vorbeifahren. Aus diesem Grund will die Stadt nun eine Lärmschutzwand bauen, die den Aufenthalt im Freien wieder möglich macht.

Im technischen Ausschuss beriet man nun über die Maßnahmen. Dasselbe System wie im östlichen Bereich soll zum Einsatz kommen, eine 2,70 Meter hohe Schallschutzwand, die mit Holz verkleidet ist und dann das gesamte Gelände umzäunt. Man habe mit dem alten System gute Erfahrungen gemacht und wolle dies nun auch im restlichen Teil des Geländes verwenden, so die Verwaltung. Auf der Bachseite soll ein vier Meter breites Tor für die Fahrzeuge entstehen, die zur Grünflächenpflege benötigt werden. Gleichzeitig soll auch der kleine und in die Jahre gekommene Schuppen an der nordöstlichen Ecke weichen. Hier soll ein Fertigteilgebäude für Spielgeräte sowie Mülleimer gebaut und später begrünt werden. Von den Eigentümern des benachbarten Grundstücks kamen dazu keine Einwände. Gleichzeitig soll auch der kleine geschotterte Parkplatz davor in der Höhe angepasst werden, nur die Zufahrt zum neuen Schuppen wird gepflastert.

Für die Lärmschutzwand entstehen nach den Planungen Kosten in Höhe von 28 000 Euro, der neue Schuppen kostet 16 500 Euro. Insgesamt kostet die lärmmindernde Maßnahme mit Gebäude 52 000 Euro, im Haushalt sind dafür bereits 40 000 Euro eingestellt.

Wenn die Wand einmal steht, solle auch der grüne Bereich dahinter anders genutzt werden, sagt Simone Wagner. Hier könnten dann Spielgeräte im Außenbereich aufgestellt werden und die Kinder hätten deutlich mehr Möglichkeiten sich im Freien zu bewegen.

Die Warteliste für den beliebten Kindergarten in Stadtnähe sei voll, so die Gesamtleiterin der Kindergärten. Spürbare Entlastung gebe es durch die Karlschule, die gerade erst für die Betreuung umgebaut wurde (die BZ berichtete).