Projekte Knapp zwei Millionen werden investiert

Uwe Deecke 21.12.2017

Die Gemeinde Freudental hat vor der Einbringung des Etats die Investitionen im Haushalt verankert. Mit 1,95 Millionen Euro hat sich das Investitionsprogramm gegenüber dem Vorjahr um rund 560 000 Euro erhöht.  Grund dafür sind Investitionen für die Einführung der Ganztagsschule, die nun ein Jahr später kommt als ursprünglich geplant. Wie berichtet wird die Kommune nun das Ganztagsangebot als Wahlform anbieten, nachdem es seitens der Eltern Einsprüche gegen ein verpflichtendes Modell gab. Im Rahmen der Ganztagsschule wird eine Mensa und Mobiliar benötigt, auch sind Umbauarbeiten an der Grundschule geplant. Hierfür rechnet Fleig mit Mitteln in Höhe von 125 000 Euro. Im Zuge der Einführung soll auch das Kleinspielfeld saniert werden (330 000 Euro). Fleig rechnet hier mit einer Förderung von bis zu 150 000 Euro (die BZ berichtete).

Großprojekt: Kindergarten

Von den Maßnahmen für 2017 wurde der größte Teil abgeschlossen. Der Neubau und die Bestandssanierung des Kindergartens Taubenstraße kommt allein auf rund 730 000 Euro Investitionsvolumen. Ausgeschrieben sind die Arbeiten im Außenbereich, die bis Frühsommer umgesetzt sein sollen. Fast beendet ist die energetische Sanierung der Kita Rosenweg.

Die Anforderungen bei neuen Bestattungsformen machten ebenfalls schon 2017 Investitionen erforderlich. Auch ist geplant, auf dem Friedhof neue Wege anzulegen, bestehende Wege zu verbessern und die bestehende Urnenwiese zu erweitern. Für das Jahr 2018 sind dafür 120 000 Euro eingeplant. Die Gesamtkosten sollen mit einem Zuschuss von 80 000 Euro finanziert werden.

Für private und kommunale Maßnahmen im Sanierungsgebiet Ortskern II stehen im Jahr 2018 insgesamt 171 000 Euro zur Verfügung, hier sind Landeszuschüsse in Höhe von 114000 Euro eingeplant. Für die aufgeschobene Sanierung des Rathauses werden im nächsten Jahr an Planungskosten 30 000 Euro fällig.Straßensanierungen in der Gartenstraße, Hauptstraße und Schlossstraße wurden im Zug des Nahwärmeausbaus in diesem Jahr nötig. Nächstes Jahr wird dann die Strombergstraße saniert, 200 000 Euro sind dafür im Plan. Aufgeschoben wurde die nötige Sanierung der Brücke am Ende der Schlossstraße. Für sie soll es im nächsten Jahr ein spezielles Förderprogramm des Landes geben, das die Kosten verringert, erklärte Fleig. Für diese Baumaßnahmen stehen insgesamt 290 000 Euro zur Verfügung, es wird mit Zuschüssen in Höhe von 110 000 Euro gerechnet.

Grundstücks- und Wohnungserwerb schlagen 2018 mit 550 000 Euro zu Buche. Die erste Rate für die kommende Arztpraxis am Hirsch-Areal und der Kauf von zwei Wohnungen für die Anschlussunterbringung sind im nächsten Jahr geplant.

Eine Kreditaufnahme sei für den Kernhaushalt 2018 in einer Höhe von 300 000 Euro eingeplant, so Fleig. Der Stand der Rücklage werde Ende 2018 noch rund 398 000 Euro betragen. „Auch für die Jahre 2019 bis 2021 ist für den Ausgleich des Haushalts eine Entnahme aus der allgemeinen Rücklage erforderlich“, so der Rathauschef. Die Verschuldung, die zu Jahresbeginn bei rund 670 000 Euro lag, werde Ende 2021 dann bei rund 1,1 Millionen Euro liegen.

Im Bereich des Eigenbetriebs „Versorgung“ sind bis 2021 Ausgaben in Höhe von 260 000 Euro für den Hochbehälter vorgesehen. Investitionen in das Leitungsnetz machen in diesem Zeitraum 110 000 Euro aus. Finanziert ist zunächst der Nahwärmeausbau, der im Jahr 2018 in den angrenzenden Bereichen Stromberg- und Seestraße weitergehen könnte. Im Betriebszweig Photovoltaik-Anlagen stehen keine weiteren Investitionen an, es werde aber der Bau weiterer Anlagen auf öffentlichen Gebäuden geprüft. Das Gremium stimmte dem Investitionsprogramm mit dem Vermögensplan für den Eigenbetrieb „Versorgung“ einstimmig zu.