Pyro-Games Knaller um Knaller gezündet

Rund 3000 zahlende Zuschauer sahen das Spektakel der Profi-Feuerwerker im Erlebnispark Tripsdrill.
Rund 3000 zahlende Zuschauer sahen das Spektakel der Profi-Feuerwerker im Erlebnispark Tripsdrill. © Foto: Richard Dannenmann
Cleebronn / Von Sandra Bildmann 06.08.2018

Zum ersten Mal in der Pyro-Games-Geschichte kam ein Dezibel-Messer zum Einsatz. Er zeichnete die Lautstärke des Applausverhaltens auf und kürte in Kombination mit einem Facebook-Voting den Sieger. Bei den Pyro-Games treten drei verschiedene Feuerwerker gegeneinander an und präsentieren jeweils in gut zehn Minuten, was sie an den Himmel zu zaubern vermögen.

Die Nase vorn hatte am Ende das Team „Feuerwerke Kürbs“, das sich bereits im vergangenen Jahr zusammen mit „Apollo art of laser“ den Titel gesichert hatte. Hinter Letztgenanntem steckt Jürgen Matkowitz, der auch in diesem Jahr wieder mittourt und nicht nur eine prächtige Raketenshow lieferte, sondern das Publikum auch mit einer Lasershow unterhielt. Dabei flitzten nicht nur neonfarbene Lichtkegel durch den Park, es flammten auch Feuer- und Feuerwerksfontänen in die Höhe. Zum Rahmenprogramm gehörten zudem unter anderem eine Trommelshow, eine Live-Band und die eindrucksvolle Feuershow mit tanzenden und Feuer spuckenden Akteuren von „360GradEvent“.

Fünf Löschfahrzeug

Die anhaltende Hitze könne zum Problem werden, bestätigte Pyro-Games-Produktionsleiter Thomas Fröbe gegenüber der BZ. Damit die Sicherheit gewährleistet werden könne, habe es Besprechungstermine mit der Stadt und Feuerwehr gegeben. Am Samstagabend standen – statt zwei vorgesehenen – fünf Löschfahrzeuge rund um den Austragungsort parat, der Abschussplatz sei seit zwei Wochen bewässert worden, so Fröbe. Neben rund 35 Feuerwehr-Einsatzkräften hätten zwischen 50 und 60 Personen laut dem Produktionsleiter zum Gelingen der Show beigetragen.

Dass sie auch wirklich gelingt, ist nicht selbstverständlich. Davon können gerade die hiesigen Besucher ein Lied singen: Vor zwei Jahren war ein Pyrotechniker am Start, dessen Feuerwerk über weite Strecken nicht gezündet hat. Fröbe setzt daher lieber auf bewährte Macher. Eine Ausschreibung für die Bewerbung sei aber nicht nötig: „Die Feuerwerks-Community ist nicht so groß. Da kennt man sich.“ Dieses Mal neu dabei war Mark Schmidt mit „MSK Pyrotec Wettin“, der als erstes ran musste und gleich ordentlich vorlegte. Sein breit angelegtes Spektakel war voll von überraschenden Elementen und gipfelte in einer knallig krachenden Schlusssteigerung. Das Highlight: Verglühende Funken, die für einen Moment das ganze Blickfeld des Zuschauers in einen Sternenhimmel verwandelten.

Für Florian Lober war jenes Feuerwerk zu Beginn das Beste. Der Besucher aus Freudental war zum ersten Mal bei den Pyro-Games dabei: „Ich mag Feuerwerk grundsätzlich gerne. Zwar habe ich in den letzten Jahren Werbeplakate gesehen, aber erst dieses Jahr habe ich rechtzeitig drangedacht.“ Mit der Show war er am Ende sehr zufrieden – auch wenn sein Favorit nicht gewonnen hatte. Die Pyro-Krone sicherte sich Mathias Kürbs, dessen Präsentation zeigte: Der klassische Goldregen ist immer noch in.

Rund 3000 Besucher

Nicht alle Besucher sahen die Show ungeteilt positiv. Als „komplette Luftverpestung“ bezeichnete beispielsweise ein Zuschauer die Veranstaltung. Etwa 3000 Besucher wollten dieses Spektakel live erleben. Darunter David Supper und Nina Jourdan aus der Nähe von Pforzheim. Den Besuch hatten sie schon lange geplant. Vor zwei Jahren war Supper schon einmal dabei, nachdem er eine Eintrittskarte geschenkt bekommen hatte. Für Alexander Schmid und Stefanie Grau aus Löchgau war der Abend dagegen eine Premiere. Sie seien über die Zeitung darauf aufmerksam geworden. „Ich wollte das schon immer mal sehen, hatte aber bisher keine Gelegenheit dazu“, meinte Schmid. Die nächste Gelegenheit gibt es in einem Jahr. Dann wollen es die Pyro-Games in Tripsdrill wieder krachen lassen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel