Ferienprogramm Kinder besuchen Stuttgarter Synagoge

Sebastian Hobrack, Lehrer an der jüdischen Schule, begrüßte die Teilnehmer des "Jungen PKC" in der Stuttgarter Synagoge.
Sebastian Hobrack, Lehrer an der jüdischen Schule, begrüßte die Teilnehmer des "Jungen PKC" in der Stuttgarter Synagoge. © Foto: PKC
Freudental / bz 04.08.2017

Mit der ehemaligen Synagoge kennen sich die Kinder in Freudental gut aus, heißt es in einer Mitteilung des PKC. Zumindest die Gruppe von 7- bis  13-Jährigen, die im Rahmen des Freudentaler Kinderferienprogramms die Synagoge in Stuttgart besuchte.

Begleitet von Barbara Schüßler, Leiterin Pädagogik und Kultur und Moritz Rothhaar, FSJ’ler im PKC Freudental machten sie sich auf den Weg in die große, weite Welt. In Freudental leben keine Juden mehr, in Stuttgart sehr wohl. Das Synagogengebäude, in dem auch ein Kindergarten, die jüdische Grundschule und Wohnungen untergebracht sind, ist allerdings von außen nicht als solches zu erkennen. Einziges Merkmal ist die Mesusa, die außen an der Tür hängt.

Der Eintritt in das eigentliche Gotteshaus wird markiert durch das Aufsetzen einer Kopfbedeckung, was für die männlichen Besucher verpflichtend ist. Sebastian Hobrack, Lehrer an der jüdischen Schule, führte anschaulich in die Rituale und Gegenstände des jüdischen Gottesdienstes ein. Er legte sich den Gebetsschal, den Tallit genauso an wie die Teffilin, die Gebetsriemen. Gemeinsam wurde die Thorarolle aus dem Thoraschrein geholt, von ihrer Krone, dem Schild und dem Mantel befreit auf der Bima, dem Gebetstisch, ausgebreitet. Im jüdischen Gebetsbuch wurden gemeinsam die Vorschriften nachgelesen, auf die sich diese Gegenstände beziehen.

Die Kinder brachten viele Fragen mit, verglichen die heute genutzte Synagoge in Stuttgart in allen Details mit der ehemaligen Synagoge in Freudental. Hobrack war begeistert von dem Vorwissen und der Neugierde der Gruppe und lud alle ein, wieder zu kommen, berichtet Barbara Schüßler. Zu einem Gottesdienst oder auch einem koscheren Essen im hauseigenen Restaurant. Schüßler: „Nach diesem langen Tag waren sich bei der Abschlussrunde alle einig, dass es ein sehr interessanter, lehrreicher Tag war.“ Viele Kinder wollen wieder kommen, wenn es am 9. und 10. Dezember wieder einen Workshop „Junges PKC“ geben wird, bei dem die Teilnehmer auch im PKC übernachten.

Info Die Geschäftsstelle des PKC, Telefon (07143) 2 41 51, informiert persönlich. Mehr Infos auf der Homepage www.pkc-freudental.de