Der Regen hatte sich verzogen, und dem kühlen Wetter wurde eisern getrotzt: Rund 1400 Läufer gaben auch beim 18. Stromberg­lauf des TSV Bönnigheim und der LG Neckar-Enz wieder alles.

 Zwischen sieben und 20 Minuten waren die Zeiten beim Schülerlauf, der um 13.30 Uhr gestartet wurde. 223 Schülerinnen und Schüler waren gemeldet, und sie kamen vom Alfred-Amann-Gymnasium, der Sophie-La-Roche-Schule, dem Besighemer Christoph-Schrempf-Gymnasium  und den Ellentalgymnasien in Bietigheim. Manche kamen im T-Shirt durchs Ziel, andere warm verpackt, und alle waren froh, am Ende die zwei Kilometer geschafft zu haben.

Moderator Michael Joos feuerte auch die letzten Läufer an, und er kannte sie dank moderner Technik beim Namen, denn ein Chip im Schuh zeigte auf dem Display im Zielbereich die Startnummer an. Mit einem Zettel vorbereitet war der zweite Vorsitzende der LG-Neckar-Enz auch auf die besseren Läufer, die um 14.15 Uhr auf die langen Strecken über fünf oder zehn Kilometer gingen. Vordrängeln am Start gebe es dabei mehr bei den Erwachsenen, so Joos. „Bei den Kindern geht’s noch“, so Joos, der seit vielen Jahren beim Stromberglauf das Mikro in der Hand hat.

Um 14.15 Uhr gab Bürgemeister Kornelius Bamberger für die Erwachsenen den Startschuss am Startbereich. Die fünf Kilometer gingen von der Strombergkellerei ans Pumpwerk, dann Richtung Stadt, durchs Köllestor bis ans Schloss und danach wieder zurück. Die gleiche Strecke musste beim Zehn-Kilometer-Lauf mit 339 Startern zwei Mal bewältigt werden.

„Die Teilnehmer kommen meist aus der Region“, sagt Mitorganisatorin Brigitte Schatz-Grünenwald, selbst bei der Leichtathletik des TSV Bönnigheim und im Langstreckenlauf engagiert. Den Stromberglauf zeichne aus, „dass einfach eine gute Stimmung da ist“, findet sie. Und es sei ein Lauf für alle. „Fünf Kilometer kann einfach jeder laufen“, sagte das TSV-Urgestein.

Das Teilnehmerfeld war von sechs bis 80 Jahre breit getreut. Mit dabei war auch Sebastian Kreppold von der 8. Klasse der Sophie-La-Roche-Realschule in Bönnigheim, der diesmal mit seiner Mutter Marion an den Start ging. Vorbereitet hat er sich nicht, denn er spielt Fußball und macht hier seit der ersten Klasse mit. „Ich versuch mal mitzuhalten“, gab sich seine Mutter optimistisch vor dem Start.

Musikalisch begleitet wurden die Läufer in der Stadt von einer Trommelgruppe, die die Sportler anfeuerten. Waren Sie am Ziel, gab es die Möglichkeit, die persönliche Urkunde gleich selbst auszudrucken. Im Rahmen einer Weinprobe hatten Sportler und Zuschauer nach dem Lauf die Möglichkeit, die Weine der Kellerei bei einer Weinprobe kennen zu lernen.

Die Ergebnisse des Stromberglaufs


Nach den einzelnen Läufen teilte der Veranstalter folgende Ergebnisse mit:
 Schülerlauf: 1. Platz: Marielle Bouchti, Neckarsulmer Sportunion (2005) 7:35 Minuten;  2. Platz:  Timon Mayer, Team Silla Hopp (2005), 7:38 Minuten; 3. Platz: Alexander Wörz, Team Silla Hopp (2005), 7:45 Minuten.
Fünf-Kilometer-Lauf: 1.  Denis Bäuerle, Elektro Oswald Ostfildern (1989), 15:39 Minuten; 2. Platz: Niklas Knoll, Team Silla Hopp (1999), 16:56 Minuten, 3. Platz: Raphael Arnold, LAV Stadtwerke Tübingen (1980), 17 Minuten.
Zehn-10-Kilometer: 1. Platz Christoph Hakenes, LSG Karlsruhe (1973), 34:29 Minuten, 2. Platz, Hazim Al Ahmad, Lima-Theater (1993), 35:07 Minuten und 3. Platz: Jonas Limmer, Team AR SPORT (1992), 35:30 Minuten. bz