Der Kleintierzuchtverein Z 397 Hohenstein-Kirchheim wurde von neun Bürgern aus Hohenstein und Kirchheim am 11. April 1959 im Gasthaus „Zum Adler“ in Hohenstein unter dem Namen „Kleintierzuchtverein Z 397 Hohenstein“ gegründet.  Die Gründungsmitglieder waren Kurt Wörner, Paul Croati, Otto Hess, Josef Graßl, Paul Hahnle, Albert Gieg, Hermann Böckle, Erich Gerlach und Anton Aufleger. Schon im Gründungsjahr konnte der Verein seine erste Kleintierschau im „Sputnik“ des TSV Hohenstein durchführen. Die Käfige für die ersten Ausstellungen wurden damals von den Kleintierzuchtvereinen aus Bönnigheim und Kirchheim ausgeliehen.

„Der Kleintierzuchtverein Hohenstein führt seit seiner Gründung jedes Jahr eine Lokalschau sowie eine Jungtierschau durch“, berichtet Vorsitzender Frank Rösch. Des Weiteren beteiligt sich der Verein an dem alle vier Jahre stattfindenden Straßenfest in Hohenstein sowie bis ins Jahr 2006 an den Ganerbenfesten in Bönnigheim. Bereits 1979 übernahm der Verein die Durchführung der Hohensteiner Kirbe.

Mit einer großen Jubiläumsschau konnte der Kleintierzuchtverein 1984 sein 25-jähriges Bestehen feiern. Eine große Veränderung gab es dann am 11. April 1999. Damals wurde die Fusion des Kleintierzuchtvereins Z 397 Hohenstein mit dem Kleintierzuchtverein Z 304 Kirchheim zum Kleintierzuchtverein Z 397 Hohenstein-Kirchheim beschlossen.

Eine Woche später, am 17. April 1999, feierte der Kleintierzuchtverein sein 40-jähriges Bestehen mit einem Bunten Abend in der Wiesentalhalle in Hohenstein. Dabei wurden die Gründungsmitglieder Otto Hess und Paul Croati sowie das langjährige Mitglied Werner Schorcht zu Ehrenmitgliedern ernannt. Günter Kirn wurde aufgrund seiner langjährigen Amtszeit als Vorsitzender zum Ehrenvorstand des Vereins ernannt.

Am 30. April 2001 begann mit dem Spatenstich für eine gemeinsame Zuchtanlage mit dem Verein aus Bönnigheim das bisher größte Projekt des Vereines. Das Grundstück mitsamt der Umlegung für den Bau der gemeinsamen Zuchtanlage zwischen Bönnigheim und Hofen wurde von der Stadt Bönnigheim zur Verfügung gestellt. Schon nach sechs Monaten konnte durch großen Einsatz und Mitarbeit der einzelnen Mitglieder für die ersten acht Züchterhäuschen sowie die Gemeinschaftshalle das Richtfest gefeiert werden, berichtet Rösch.

Mitglieder packten an

Der anschließende Innenausbau wurde von den Züchtern selbst in Eigenregie vorgenommen. Die Einweihung des ersten Bauabschnitts konnte 2004 gefeiert werden. Zwischen 2006 und 2008 wurden zwei weitere Züchterhäuschen in einem zweiten Bauabschnitt verwirklicht.

„Für uns standen und stehen unsere Tiere im Mittelpunkt“, sagt Frank Rösch. Da steckt eine immense Arbeit dahinter.“ Denn als Züchter trägt man die Verantwortung für das Wohl der Kaninchen und des Geflügels. In der Zuchtanlage helfen sich die rund 70 aktiven und passiven Vereinsmitglieder gegenseitig aus. Allerdings ist ihm auch klar, dass die Kleintierzucht nicht mit einem Hobby wie dem Tennis oder dem Fußball verglichen werden kann.

Um die Zukunft ist ihm nicht bange: „Jeder Eierskandal bringt uns neue Mitglieder“, sagt er ganz klar. Derzeit gehen die Mitgliederzahlen nach oben. „Wir haben nicht nur jugendliche Züchter, sondern auch junge Familien, die bei uns mitmachen“, erzählt Rösch. Und dass der Reitverein sich demnächst in der Nachbarschaft niederlässt, freut ihn sehr: „Das bringt noch mehr Leben hierher.“

Info In der Zuchtanlage am Postweg zwischen Bönnigheim und Hofen möchte der Verein anlässlich der Jungtierschau am 17. und 18.August das Jubiläum feiern. Den Anfang macht am Samstagnachmittag der Seniorennachmittag für die Einwohner aus Hohenstein, Hofen und Kirchheim. Der Sonntag beginnt mit der „Kirche im Grünen“, bevor die Gäste in der Zuchtanlage bewirtet werden. Am Nachmittag ab 13 Uhr wird Kaffee und Kuchen angeboten.

Die Vorsitzenden des Kleintierzuchtvereins


Von 1959 bis 1973 leitete Kurt Wörner als Vorsitzender den Kleintierzuchtverein. Die Amtszeit seines Nachfolgers Günter Kirn reichte von 1973 bis 1990. Ihm folgte Rolf Rösch bis 2008. Er wurde von Ronald Erben abgelöst, der die Geschicke des Vereins von 2008 bis 2010 leitete. Dann übernahm bis 2019 wieder Rolf Rösch, um in diesem Jahr an seinen Sohn Frank abzugeben. ri