Löchgau Investitionen bringen Rekordetat

Löchgau / Uwe Deecke 22.12.2017

Nach 16,7 Millionen Euro in diesem Jahr steigt das Haushaltsvolumen der Gemeinde Löchgau 2018 auf 19,13 Millionen Euro. Davon entfallen 13 Millionen auf den laufenden Betrieb und 6,13 Millionen auf den investiven Bereich. Diese Zahlen gab Kämmerer Marc Löffler am Mittwoch bei der Einbringung des Haushalts für Löchgau bekannt. Der Anteil der Gewerbesteuer sei bewusst moderat mit 2,2 Millionen angesetzt worden, Überraschungen nach oben könne es aber dennoch geben. „Wir erhoffen uns im Ergebnis eine Verbesserung“, sagte Löffler.

Der Anteil an der Einkommensteuer beträgt nach dem Plan fürs nächste Jahr 3,9 Millionen Euro und ist wichtigste Einnahmequelle der Kommune. Auch die Gebühren stiegen auf 1,55 Millionen Euro. Finanzzuweisungen machen 1,85 Millionen Euro aus gegenüber 1,54 Millionen im letzten Jahr. „Alles in allem sehr positiv“, resümierte Löffler die Finanzsituation der Kommune.

Personalkosten: 4 Millionen

Bei den Aufwendungen im doppischen Haushalt habe Löchgau erstmals die 4-Millionen-Marke für Personal durchbrochen. Grund dafür sind gestiegene Ausgaben im Bereich Bildung und Betreuung, wie sie auch in anderen Kommunen langsam Sorgen bereiten. „Neue Betreuungsformen haben enorm zugelegt, das kostet auch etwas“, so Löffler zum größten Ausgabenposten im laufenden Betrieb. Betriebs- und Geschäftsausgaben folgen mit 2,3 Millionen und die Kreisumlage mit 1,96 Millionen Euro. Unterm Strich belaufen sich die Ausgaben auf 12,97 Millionen Euro.

Die geplanten Investitionen steigen auf 6,13 Millionen Euro, bis 2021 sind insgesamt rund 11,74 Millionen geplant. Denn große Ausgaben stehen an für die Sanierung der Schule, der Ortskernsanierung mit dem Kirchplatz 2 und 3 sowie der Nonnengasse. Im kommenden Jahr sind allen für die Schule 1,1 Millionen Euro im Plan, die Feuerwehr mit 505 000 Euro und Erschließungskosten im Baugebiet Lüssen mit 1,65 Millionen.

Geringe Pro-Kopf-Verschuldung

Der Zahlungsmittelüberschuss (Zuführung) bewege sich zwischen 1,65 und 1,85 Millionen Euro jährlich und sichere einen „durchweg hohen Liquiditätsbestand“, so der Kämmerer bei seiner Präsentation. Ende nächsten Jahres verringere sich der Schuldenstand pro Einwohner auf 136 Euro. Es seien „sehr positive Zahlen mit Aussicht auf bessere Zahlen für die abschließende Jahresrechnung“, blickte Löffler optimistisch auf das kommende Jahr. Mit nur 2,2 Millionen Euro Gewerbesteuern seien die Finanzen Löchgaus nicht ganz so konjunkturabhängig wie in anderen Kommunen.

Bürgermeister Robert Feil dankte den Mitarbeitern und der Kämmerei für die Arbeit und zeigte sich ebenfalls erfreut, hier einen soliden Haushalt vorlegen zu können. Positiv sei, „etwas Manövriermasse“ bei den anstehenden Aufgaben der Kommune zu besitzen. Verabschiedet werden soll das 400-Seiten-Zahlenwerk dann im Februar.

Eckdaten des Löchgauer Etats

19,1 Millionen Euro beträgt das Haushaltsvolumen der Gemeinde Freudental.

13 Millionen Euro des Etast entfallen auf den laufenden Betrieb der Gemeinde.

2,2 Millionen Euro sind der Haushaltsanteil der Gewerbesteuer.

11,7 Millionen Euro sind für Investitionen bis zum Jahr 2012 vorgesehen.

3,9 Millionen Euro sind als Anteil an der Einkommenssteuer eingeplant.

1,1 Millionen Euro sollen in die Freudentaler Schule investiert werden.

1,85 Millionen Euro sind der maximale Betrag, der als sogenannten Zahlungsmittelüberschuss im Etat 2018 ausgewiesen wird.

1,65 Millionen Euro stehen als Erschließungkosten für das Baugebiet Lüssen zu Buche.

4-Millionen-Marke wird bei den Personalkosten

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