Das Reichenbacher Büro „Fischer + Partner“ war mit den Vorplanungen und einer Kostenschätzung beauftragt, die eine Komplettsanierung des Bönnigheimer Stadions vorsieht. Bei der traditionellen Kirbesitzung des Gemeinderats am Montagabend in der Hohensteiner Wiesental wurden die Überlegungen vorgestellt. Zuletzt war das Sportgelände 1987 mit einer Kunststoffbahn mit Entwässerung gebaut worden, das neue Umkleidegebäude wurde erst vor kurzem eingeweiht. Derzeit ist der TSV im Gespräch über die Einrichtung eines Bewirtungsbereichs mit Überdachung, den er gerne am Kunstrasenplatz haben würde.

Das Büro berechnete für die Sanierung drei Module, deren Kosten am Montag im Gemeinderat präsentiert wurden. Zuvor gab es vor einem Jahr eine Ortsbegehung mit dem Gremium, bei dem die Module vorgestellt und Prioritäten festgelegt wurden. „Wir haben sehr ausführlich die Drainagen untersucht“, erklärte Landschaftsarchitekt Harald Fischer. Über 30 Jahre habe sie sehr gut gehalten, nun seien aber die Entwässerungsrinnen sehr stark beschädigt. Die Sanierung des Rasenspielfelds mit Beregnung und Drainage in Höhe von 360 000 Euro ist in allen Modulen der größte Posten. Die Sanierung und Entwässerung der Laufbahn sind mit 318 000 Euro veranschlagt, der Umgang mit 227 000 Euro. Das von der Verwaltung vorgeschlagene Modul C kommt so unterm Strich auf eine Summe von 1,62 Millionen Euro mit allen Nebenkosten. Darin enthalten ist auch die Sanierung der Weitsprunganlagen, der Abriss und die Erneuerung der Garage und eine neue LED-Flutlichtanlage.

„Wir halten das Modul C für richtig“, betonte UWG-Rat Dittmar Zäh, der auch gleichzeitig TSV-Vorsitzender ist. Schulen und Vereine würden das ganze noch diskutieren. Man sehe Redebedarf, aber auch Einsparmaßnahmen, so Zäh, der für die Zeit der Sanierung auch einen Bedarf für einen Ausweichplatz sah. Dieser könnte in Hohenstein sein, erklärte Bürgermeister Albrecht Dautel, wo der bestehende Platz ertüchtigt werden sollte.

„Für mich sieht der Platz nicht schlecht aus“, erklärte Grünen-Rat Jürgen Carstens zum aktuellen Stadion. Er sah auch bei der neuen Flutlichtanlage Einsparpotenzial. Das Gremium beschloss, die Variante mit den Vereinen und Schulen weiter zu verfolgen.