Bönnigheim In der Schule blüht das musikalische Leben

Der Schülerchor beim Sommerkonzert im Alfred-Amann-Gymnasium in Bönnigheim.
Der Schülerchor beim Sommerkonzert im Alfred-Amann-Gymnasium in Bönnigheim. © Foto: Martin Kalb
Von Susanne Yvette Walter 17.05.2018

Zum guten Ton am Alfred-Amann-Gymnasium in Bönnigheim gehört das Sommerkonzert, bei dem Solisten und Ensembles zeigen, was sie das Schuljahr über geprobt haben, denn an der Bönnigheimer weiterführenden Schule blüht das musikalische Leben. Es gibt zwei Bigbands, eine Mini-Bigband und eine für die Schüler ab der achten Klasse. Beide sind beim Sommerkonzert dabei. Die Musiklehrer Robert Giegling und Karin Kammerer sind begeisterte Bigband-Leader. Immerhin verwendet Robert Giegling Arrangements für seine Schul-Bigband auch für seine Hip-Hop-Band Archie Banks, erzählt er.

Beim Sommerkonzert hat die Mini-Bigband unter der Leitung von Karin Kammerer den Vortritt. „Let‘s Rock!“ von Michael Sweeney serviert sie, „Loosen up“ von Mike Lewis und den Klassiker „Rock Around The Clock“. „Wir haben die Mini-Bigband ins Leben gerufen, weil wir ein Loch hatten für Kinder, die in den Grundschulen der Umgebung in den Bläserklassen angefangen hatten, ein Instrument zu spielen, und der Bigband, die erst Schüler ab der siebten und achten Klasse aufnimmt“, erklärt Lehrerin Karin Kammerer. Also gründete das Gymnasium vor zwei Jahren die Mini-Bigband, in der Kinder ab der fünften Klasse Jazzfeeling atmen können, und lernen, wie sie mit den Synkopen umgehen, die häufig vorkommen im Jazz.  „Heute haben wir Crescendi eingebaut“, lässt Lehrerin Karin Kammerer wissen: „Dynamik ist ganz wichtig im Jazz.“

Drei begabte Solisten treten als Kontrast zu den Ensembles auf. Tabitha Volz am Klavier gehört zu den Landespreisträgern des Wettbewerbs „Jugend musiziert“. Als Opener zum Sommerkonzert lässt sie Bachs Präludium in C-Dur aus dem wohltemperierten Klavier hören. Genauso mutig treten die Pianisten Vanessa und Luc Precup vor ihr Publikum mit Melodien, die man kennt und liebt wie die „Fabelhafte Welt der Amelie“ von Yann Tiersen oder „Claire de lune“ von Claude Debussy oder „Poema“ von Saul Consentins.

Auch der Chor hat Sogwirkung. Vielleicht, weil Musiklehrer Robert Giegling selbst so viel Freude am Dirigieren hat, wie man deutlich spürt. „Ich singe total gerne im Chor, weil ich die Gemeinschaft mag. Ich bin auch in Kirchheim im Kinderchor“, erzählt Miriam Keßler, zwölf Jahre alt. „Meine Mama ist Chorleiterin in Hofen“, sagt Leanne Schultz. Die Zehnjährige hat deshalb schon seit früher Kindheit einen Bezug zum Chorgesang.

Rund 30 Sänger stark ist der Schulchor. Beim Sommerkonzert tischt er ein komplett englischsprachiges Programm auf mit Klassikern und Balladen wie „I believe I can fly“ oder „Angels“ von Robbie Williams. Zum Schluss gibt es „Don‘t worry be happy“, und das Publikum ist begeistert und lässt sich entspannt auf die Bigband ein. Solist Tom Humbold spielt ein ganz souveränes Saxofon, und die ganze Band groovt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel