Schule Hoffen auf viele Fördermittel

Die Erweiterung der Schule auf dem Laiern nimmt Formen an.
Die Erweiterung der Schule auf dem Laiern nimmt Formen an. © Foto: Helmut Pangerl
Kirchheim / Uwe Deecke 27.12.2017

Mittlerweile 32 Jahre alt ist die Schule auf dem Laiern in Kirchheim. Nun wird geprüft, welche Sanierungsmaßnahmen in welchem Umfang erforderlich sind.

Beim Architektenwettbewerb ging im Herbst das Büro Architekten 109 aus Stuttgart als Sieger aus dem Rennen (die BZ berichtete). Wichtigste Maßnahme im Entwurf ist der große dreistöckige Anbau im Norden, der Platz für voraussichtlich elf Klassenzimmer schaffen könnte. Der Maschinen- und Werkstattbereich soll aus dem Gebäudetrakt ausgegliedert und im Süden einen Zugang bekommen. An der Ecke Stromberg-/Friedrichstraße soll nach dem Entwurf ein Baukörper entstehen, der sich an der Umgebungsbebauung orientiert und architektonisch zum bestehenden Schulgebäude passt. Auch soll das Lehrerzimmer vergrößert werden. Und es soll ein geschlossener Innenhof geschaffen werden, der dem Kollegium und den Kernzeitbetreuern eine Möglichkeit zum Rückzug bieten würde.

Kosten: Rund 4 Millionen Euro?

Eine Kostenschätzung gibt es ohne die Fachplaner noch nicht, doch Seibold schätzt etwa vier Millionen Euro für die Sanierung und Erweiterung. Die gesetzliche Mindestförderung umfasst ein Drittel der Baukosten, da aber Kirchheim viele auswärtige Schüler hat, gebe es Fördermöglichkeiten bis zu 54 Prozent, so der Rathauschef auf Anfrage der BZ.

Auf der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die Fachplanungen vergeben, die vom Büro als Angebote eingeholt worden waren. Die Auftragslage bei den Firmen sei so gut, dass bei manchen Posten nur ein Angebot eingegangen sei, musste die Verwaltung eine in diesen Zeiten nicht unübliche Tatsache verkünden. Geplant ist für die Sanierung und Erweiterung der Gemeinschaftsschule eine stufenweise Beauftragung der Fachplanungen, insgesamt wird der Aufwand dafür auf rund 300.000 Euro geschätzt.

Gleichzeitig entschied sich das Gremium dafür, eine Machbarkeitsstudie zu beauftragen, in der geprüft werden soll, welche Sanierungsmaßnahmen in welchem Umfang am Gebäude notwendig sind. Grund dafür sind die Fördermittel, die in erheblichem Umfang erwartet werden und der Druck, schnell auf Fördermöglichkeiten reagieren zu können.

„Es zeichnet sich ein Windhundprinzip ab“, begründete Kirchheims Bürgermeister Uwe Seibold die Beauftragung, die rund 15.000 Euro kosten wird. Viele Städte hätten die Planungen schon in der Schublade und würden dann zuerst von den Fördermitteln profitieren. Zurzeit seien noch keine konkreten Richtlinien und Fristen für die Förderungen bekannt.

Doch „um im Idealfall zeitnah einen Förderantrag stellen zu können, sollten die Rahmenbedingungen in Form einer Machbarkeitsstudie eruiert werden“, heißt es in der Vorlage zum Tagesordnungspunkt. Auch eine energetische Sanierung komme hier in Betracht, ergänzte Seibold mit Blick auf die erhofften Fördermittel.

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