Bönnigheim Historische Gesellschaft besucht "Blaue Ente" in Leipheim

Die Ausflügler der Historischen Gesellschaft Bönnigheim vor dem Schloss in Leipheim.
Die Ausflügler der Historischen Gesellschaft Bönnigheim vor dem Schloss in Leipheim. © Foto: Historische Gesellschaft
BZ 25.09.2014
Leipheim und Günzburg waren die Ziele eines Ausflugs der Historischen Gesellschaft. Höhepunkt war der Besuch der "Blauen Ente", eines Museums, dass in 30.000 ehrenamtlichen Stunden saniert wurde.

Die erste Station des Ausflugs der Historischen Gesellschaft Bönnigheim war der Zehntstadel in Leipheim, das 1313 das Stadtrecht erhalten und heute 7000 Einwohner hat. Stadtbaumeister Mößle erläuterte die Sanierung dieses interessanten Denkmales, das an die Zehntscheune in Bönnigheim erinnert. Das Leipheimer Gebäude wurde 1583 erbaut und war einsturzbedroht. Mit dem Aufwand von 7,5 Millionen Euro wurde hier ein Bürgerzentrum geschaffen. Mit Unterstützung von Kreis, Land und Bund konnte es gemeistert werden. Auf den verschiedenen Ebenen sind eine Gaststätte, Bürgersaal, Büros und unter dem Dach der Sitzungssaal des Gemeinderates untergebracht. Das Kulturprogramm strahlt heute bis Ulm.

Das Gasthaus zur "Blauen Ente" wurde von Rentnern in 30.000 ehrenamtlichen Stunden zu einem vorbildlichen Museum ausgebaut. Neben der Stadtgeschichte mit dem Flugplatz Leipheim wurde vor allem der Bauernkrieg dargestellt. Die Besichtigung des Museums führte auch durch die Brauerei, welche von den Mitgliedern des Arbeitskreises restauriert und wieder funktionsfähig gemacht wurde. Deshalb konnte zum frisch gebackenen Leberkäs das selbstgebraute Bier genossen werden. "Im Museum spürt man die Begeisterung der Mitarbeiter", so der Vorsitzende der Historischen Gesellschaft, Kurt Sartorius.

Am Nachmittag stand Günzburg auf dem Programm, das mit Schloss und Dominikus-Zimmermann-Kirche herausragende Denkmäler besitzt. Viele restaurierte Gebäude beeindruckten die Bönnigheimer Ausflügler. Eine Gedenkstätte in Günzbürger erinnert an die Untaten des KZ-Arztes Mengele und damit auch an die jüngere Geschichte.