Der Entwurf des Büros OLAAR Architekten für die Wohnbau Oberriexingen überzeugte den Freudentaler Gemeinderat bei der kommenden Neugestaltung des früheren Hirsch-Areals. Anstelle des ehemaligen Gasthauses soll ein langgezogenes, zweigeteiltes Gebäude entstehen, das zur Pforzheimer Straße hin Platz lässt für einen örtlichen Treffpunkt in der Ortsmitte. Entstehen werden hier sieben Wohneinheiten und im Erdgeschoss an der Hauptstraße die barrierefreie Hausarztpraxis mit 150 bis 160 Quadratmeter.

Die mögliche Bebauung an prominenter Stelle in der Ortsmitte wurde im Gemeinderat schon länger diskutiert (die BZ berichtete). Wichtig war der Gemeinde stets, Platz für die Hausarztpraxis des örtlichen Arztes zu schaffen, und das barrierefrei. Daher erwirbt die Kommune auch diese Räumlichkeiten in dem Bau, um die langfristige ärztliche Versorgung im Ort zu sichern.

Anschluss an Nahwärme

Das zweigeteilte Gebäude mit Treppenhaus und Aufzug in der Mitte ist 37 Meter lang, zehn Meter breit und wird mit Satteldach gebaut. Zehn überdachte Parkplätze sind hinter dem Haus und können von der Hauptstraße aus erreicht werden. An der Straße sollen nochmal bis zu acht Stellplätze entstehen, von denen vermutlich zwei für Besucher der Praxis reserviert sind. „Vorne bleibt der Platz frei und wir können einen Platz einrichten“, so Bürgermeister Alexander Fleig, der sich neben dem kleinen Kinderspielplatz auch eine E-Ladestation vorstellen kann. Die Leerrohre von der Trafostation an der VR-Bank seien bereits gelegt, so der Rathauschef. Wie dies aussehen könnte, müsse noch im Gemeinderat diskutiert werden. Auch an die Nahwärmeversorgung werde das Gebäude angeschlossen sein.

Kein betreutes Wohnen

Die erste Idee, hier auch betreutes Wohnen anzubieten, fand indes keinen Betreiber. Das Kleeblatt wird aller Voraussicht nach stattdessen das kommende Gebäude am hinteren Schlosspark betreuen, das deutlich näher liegt. Auf dem Hirsch-Areal sind in jedem Fall alle Wohneinheiten barrierefrei und mit einem Aufzug zu erreichen. Abgerückt vom Wettbewerbsvorschlag sei man bei den Glasfenstern, sagt Kim Dennis Hasenhündl von der Wohnbau Oberriexingen, sie würden nun in Stahl ausgeführt. Verändert sei auch, dass zu den beiden Parkplätzen im oberen Bereich noch weitere dazu kommen. Die genaue Anordnung der Stellplätze an der Straße sei noch offen. „Wir könnten Ende des Jahres loslegen“, so Hasenhündl, wenn die letzten Genehmigungen für die Planungen vorliegen.