Referenten Hilfe in schwierigen Lebensphasen

bz 10.01.2018

Vier hochkarätige Referenten hat die die Hospizgruppe der Sozialstation Bönnigheim für eine Veranstaltungsreihe im ersten Quartal 2018 verpflichtet.

Dr. med. Jürgen Herbers, Palliativmediziner aus Pleidelsheim, spricht am Mittwoch, 24. Januar, 19 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus, Mauerackerstraße 7, Erligheim, über das Thema „Beschwerden am Lebensende“. Am Lebensende können verschiedene Beschwerden auftreten, die den sterbenden Menschen und seine Angehörigen sehr belasten. Die Kenntnis dieser Beschwerden erleichtert es, das Verhalten des sterbenden Menschen einzuordnen und bei der Beschwerdelinderung mitzuhelfen. Beispiele sind Luftnot, Angst, Unruhe, Juckreiz, Übelkeit, Erbrechen oder Darmlähmung. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, dieser Beschwerden Herr zu werden, seien es Medikamente, die der Arzt verordnet oder Techniken und natürliche Methoden, die Angehörige und Pflegepersonal anwenden können.

Am Mittwoch, 28. Februar, 19 Uhr, ist im Gemeinschaftsraum Betreutes Wohnen, Am Schlosspark 6, Bönnigheim der „Trauer-Knigge – Umgang mit trauernden Menschen“, das Thema, über das Barbara Kieferle-Stotz, Trauerbegleiterin am Hauptfriedhof Karlsruhe, referiert. Viele  fühlen sich im Umgang mit Trauernden unsicher und überfordert. Denn was der eine als hilfreich und tröstlich empfindet, kann für den anderen verletzend und kränkend wirken. Die Referentin leitet am Hauptfriedhof in Karlsruhe verschiedene Trauergruppen. Aus vielen Gesprächen mit Betroffenen aller Altersgruppen hat sie deren konkrete Wünsche an ihre Mitmenschen auf einer CD festgehalten. Dieser „Trauer-Knigge“ gibt tiefe Einblicke in die Gefühlswelt trauernder Menschen und zeigt, was in der Trauer hilfreich sein kann und was nicht.

.„Des Lebens müde – Wenn alte und kranke Menschen nicht mehr leben wollen“, darüber spricht Ulrike Schmidt, Palliative Care Coach/Supervisorin aus Bietigheim-Bissingen. Der Vortrag findet am Mittwoch, 21. März, 19 Uhr im Gemeinschaftsraum Betreutes Wohnen, Am Schlosspark 6, Bönnigheim, statt. Gar nicht so selten hört man von alten oder schwerkranken Menschen: „Ich möchte einfach nur noch sterben!“ oder „Gebt mir doch eine Spritze, damit es endlich vorbei ist!“. Wofür stehen diese Aussagen? Soll man sie wörtlich nehmen oder versuchen den Text zwischen den Zeilen zu lesen? Wie kommt es bei den betroffenen Menschen zu einem solchen Erleben? Wie soll das Umfeld damit umgehen? Sollen man es ignorieren oder mit den Menschen ins Gespräch gehen? Die Referentin analysiert verschiedene Beweggründe, die kranke und alte Menschen dazu bringen, sich „des Lebens müde“ zu fühlen und zeigt Wege und Herangehensweisen für die Begleitenden auf.

Anke Aldinger vom SAPV-Team am Klinikum Ludwigsburg informiert am Mittwoch, 25. April, 19 Uhr, im evangelischen Gemeindehaus Kirchheim, Walheimer Straße 12a, über „SAPV – Spezialisierte ambulante Palliativversorgung“. Bereits seit 2011 ist das SAPV-Team im Landkreis tätig. Das Angebot richtet sich an Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung. Deren Lebensqualität und Selbstbestimmung soll erhalten, gefördert und verbessert werden. Bis zum Tod soll ein menschenwürdiges Leben in vertrauter Umgebung ermöglicht werden. Die Leistungen werden von den Krankenkassen übernommen. Das Team besteht aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften, die zu den Betroffenen nach Hause kommen. Die Referentin geht in ihrem Vortrag konkret auf die Tätigkeit des SAPV-Teams ein und beantwortet gerne auch Fragen.

Info Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Um eine Spende für die Arbeit der Hospizgruppe der Sozialstation Bönnigheim wird gebeten. Weitere Information unter Telefon (0173) 8 27 21 11