Matinee Hilfe für Familie aus dem Kosovo

Löchgau / bz 11.04.2018

Am Sonntag, 22. April, feiert der internationale Frauentreff in Löchgau sein 25-Jahr-Jubiläum mit einer bunten Matinee in der Gemeindehalle. Er hat sich zusammengetan mit dem Freundeskreis Familie Cuni und ein vielseitiges Programm zusammengestellt, teilen die Veranstalter mit.

Die Band Makel Los, ein fünfköpfiger Ableger der Brenzband, sorgt zusammen mit dem Duo Schwobaseggl aus Erligheim für Unterhaltungsmusik. Clownereien von Christa Proissl und Swanhild Backhaus werden ebenfalls geboten. Außerdem werden das Werk eines Löchgauer Malers vom Kirchplatz und dem Bürgerhaus sowie verschiedene Porzellanfiguren versteigert. Ein Buffet mit internationalen Leckereien und ein Flohmarkt runden das Angebot ab. So wird das Jubiläum kombiniert mit einer Benefizmatinee für die Familie Cuni.

Nach den Brandanschlägen von Mölln im Jahr 1992, als zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser durch Brandstiftung in Flammen aufgingen, beschloss die kommunale Frauengruppe Verein Frauen für Löchgau VFFL ein Zeichen zu setzen gegen Fremdenhass und Rassismus. Zusammen mit dem Verein für internationale Jugendarbeit (VIJ) veranstalteten sie jährlich vier Mal einen internationalen Frauentreff in die Pfarrscheuer. Nach der Auflösung des VFFL im Jahr 2013 führte der VIJ unter der Leitung von Christa Proissl die Treffen weiter, und es bildete sich ein neues Vorbereitungsteam.

Verfolgte Minderheit

Drei Jahre lang waren Aferdita Cuni und ihre Tochter Leonora besonders treue Besucherinnen und schnell auch im Helferteam. Die Familie Cuni gehört im Kosovo einer verfolgten Minderheit an und ist deshalb nach Deutschland geflüchtet, erläutern die Organisatoren. Bekim Cuni, der Vater, arbeitete als Ein-Euro-Jobber beim Bauhof. Beide Eltern engagierten sich ehrenamtlich im Kleeblattheim. Die beiden Söhne spielten in Bönnigheim im Fußballverein mit.

Trotz dieser Integration und guter Deutschkenntnisse musste die Familie Ende letzten Jahres zurück in den Kosovo. Zwei Kinder hätten in diesem Schuljahr ihren Haupt- oder Realschulabschluss machen können, so die Organisatoren. Weil es ihnen in ihrer Heimat am Nötigsten fehlt, habe sich der Freundeskreis aus Nachbarn und Freunden gebildet. Wenn irgend möglich, soll die Familie Cuni per Arbeitsmigration nach Deutschland zurückkommen können. Die Hälfte der Spenden soll der Familie ermöglichen, im Kosovo Deutschkurse zu besuchen. Die andere Hälfte bekommt der Verein für internationale Jugendarbeit.

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