Güglingen Heimatforscher berichtet

BZ 11.09.2014
Beim gut besuchten Stammtisch des Zabergäuvereins im "Ochsen" in Güglingen-Frauenzimmern sprach Dr. Otfried Kies über den Beginn des Ersten Weltkriegs.

Beim gut besuchten Stammtisch des Zabergäuvereins im "Ochsen" in Güglingen-Frauenzimmern sprach Dr. Otfried Kies über den Beginn des Ersten Weltkriegs. Der Heimatforscher stellte vorwiegend heraus, was der "Zaberbote" darüber berichtete und was er selbst für sein Buch über Pfaffenhofen recherchiert hat. Viele schwelende Konflikte habe es zu dieser Zeit gegeben, der Krieg schien unvermeidbar. Am 1. August 1914 gab Brackenheim die Mobilmachung bekannt, zwei Wochen später wurde der Landsturm einberufen, kurz danach die Jahrgänge 1856 bis 1894 im Zabergäu gemustert. Bald tauchte in der Presse auch die Angst vor Spionage auf, berichtete Kies. Strenge Regeln für den Umgang mit Brieftauben seien danach erlassen worden. Das Rote Kreuz wurde in den Dienst der Obrigkeit gestellt. Dann erscheinen im "Zaberboten" die immer umfangreicher werdenden "Verlustlisten" und wurden Kriegsbriefe abgedruckt.