Förderverein Gründung von Förderverein für Pflege-WG

Kirchheim / Von Uwe Deecke 07.06.2018

Am heutigen Donnerstag soll im Idealfall der Förderverein für die Pflege-WG gegründet werden, der das ganze Konzept auf eine tragfähige Basis stellt. Die Gemeinde, die gemeinsame Sozialstation mit Bönnigheim und Erligheim sowie die Kirchengemeinde werden die drei Eckpfeiler der Pflege-WG, die sich in dem Projekt finanziell einbringen. Ziel ist ein Pflegeheim nach Breisgauer Vorbild, das vom Institut AGP bereits im Gemeinderat vorgestellt und für gut befunden wurde.

Zwölf Bewohner dürfen laut Gesetzgeber maximal zusammen in einer solchen Wohnform leben. Sie wird meist ambulant durch die Sozialstation betreut, dennoch sind therapeutische Kräfte anwesend. Das Konzept unterscheidet sich von dem, was die Landesheimwohnbauverordnung demnächst vorschreibt, indem sie nur noch Einzelzimmer zulässt. Hier könnten auch Paare einziehen, die großzügiger zusammen wohnen und gleichzeitig in die Wohngruppe eingebunden sind. Ehrenamtliche helfen mit, etwa beim Spazierengehen, beim Arztgang oder bei Freizeitaktivitäten.

„Es ist Gründungsakt, bei dem zunächst die erarbeitete Satzung vorgestellt wird“, erklärt Kirchheims Bürgermeister Uwe Seibold, der auch gleichzeitig erster stellvertretender Vorsitzender bei der Sozialstation ist, im Gespräch mit der BZ. Weil die betreuende Sozialstation nicht auch gleichzeitig Träger der Einrichtung sein darf, soll sie im Förderverein vertreten sein, dem auch die evangelische Kirchengemeinde angehören soll.

Pläne bestehen seit zwei Jahren

Seit über zwei Jahren gibt es die Pläne. Ein Allgemeinarzt sowie ein Zahnarzt sollen im ersten Stock einziehen und über den Aufzug erreichbar sein. Im Erdgeschoss wäre die Pflege-WG, im zweiten Stock und im Anbau Wohnungen für Senioren. „Geplant ist, dass man das Geld aller Kirchheimer Stiftungen dort einfließen lässt“, erläutert Seibold die Finanzierung. 750 000 Euro stehen aus den vier Stiftungen bereit, die auf dem Kapitalmarkt kaum noch Gewinne erwirtschaften und deren Geld nun in die Immobilie als Anlage fließen soll. „Durch Mieten könnten deutlich bessere Erträge erwirtschaftet werden“, ist sich Seibold sicher.

Für die Betreuung müssen auch die notwendigen Pflegekräfte da sein. Im Hinblick auf die gut funktionierende Sozialstation sieht Seibold darin aber kein Problem. Die Finanzierung ist mit den Stiftungsgeldern bereits gesichert, und auch Fördermittel seien dafür in Aussicht. Das Baugesuch könne schon nach den Ferien eingereicht werden, der Baustart sei dann noch in diesem Jahr möglich.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel