Löchgau / Uwe Deecke  Uhr

Die Gemeinde Löchgau rüstet sich für steigende Kinderzahlen. Nach dem Spatenstich am Freitag entstehen in den nächsten Jahren auf dem Schulareal neue Räumlichkeiten für Kindergartengruppen und die neue Grundschule im Gebäude der alten Werkrealschule.

Rund fünf Millionen Euro wird der Umbau der Jakob-Löffler-Schule kosten, in der dann auch die Kernzeitbetreuung stattfindet. Fördermittel in Höhe von knapp zwei Millionen Euro stehen für diesen ersten Schritt zum Bildungs- und Betreuungscampus bereit. Noch mal dieselbe Summe dürfte für den Umbau des alten Grundschulgebäudes zum Kindergarten mit Außenanlagen anfallen, sodass die Gesamtmaßnahme bei rund zehn Millionen Euro liegen wird. Nachdem die Fläche für die Ortskernkernsanierung um den neuen Bildungs- und Betreuungscampus erweitert wurde, kann die Gemeinde dort auch mehr Fördermitteln einsetzen.

Beim Spatenstich am Freitag bedankte sich Bürgermeister Robert Feil stellvertretend für das Land bei MdL Daniel Renkonen (Grüne) für die umfangreiche bisherige Förderung. „Durch die Fördermittel sind wir in der Lage auf Qualität zu achten“, sagte Feil bei seiner Rede anlässlich des Spatenstichs. Durch die neue Heizung beispielsweise werde es möglich, die Energiekosten der Gebäude um 60 Prozent zu senken.

Ab September geht es zum neuen Schuljahr dann richtig los mit der Sanierung des Hauptgebäudes. Dank der Unterstützung werde man später ein modernes und ökologisches Gebäude im KfW-70-Standard haben, so Feil. Während der ersten Bauphase werden noch zwei Klassen im Realschulgebäude bleiben, der Rest wird dann im alten Hauptschulgebäude unterrichtet. Im alten Grundschulgebäude und den dann noch nutzbaren Teilen des Hauptgebäudes der früheren Werkrealschule werden elf Klassenzimmer entstehen, drei Teilungsräume, drei Mehrzweckräume, eine Schulküche, ein Schulverwaltungsbereich und eine Mensa (die BZ berichtete). Die Kernzeitbetreuung kommt in das Untergeschoss des Hauptgebäudes und wird auch einen eigenen Außenbereich bekommen. Bis es so weit ist, werden vier Container aufgestellt, die für die Kernzeitbetreuung Räume mit je 55 Quadratmetern bieten.

Wenn das Hauptgebäude dann bezugsfertig ist, werden im zweiten Schritt die Kindergärten der Gemeinde im alten Hauptschulgebäude zusammengefasst, ausgenommen sind der Birkenweg und die nahe Beethovenstraße, die als kleinere Einrichtungen bestehen bleiben. Zusätzlich erwarb die Gemeinde zwei Häuser an der Schulstraße, wo nochmals erweitert werden kann. Das Hasennest als Kinderkrippe wird zunächst um eine weitere Gruppe erweitert und kann dann 40 Kinder aufnehmen. Zugleich wird die Mensa ausgebaut, die dann 90 Plätze bieten wird. 

„Es bleibt ein spannendes und forderndes Projekt“, sagt Feil, der sich sicher ist, dass in ein paar Jahren eine zukunftsträchtige und qualitativ wertvolle Entwicklung des Schulareals erreicht sein wird. „Für alle Einrichtungen, von der Krippe über die Kindergärten bis zur Grundschule bieten wird dann hervorragende Voraussetzungen“. Feil dankte im Anschluss allen Beteiligten, der Schulverwaltung, den Kindergarteneinrichtungen, den Gemeinderäten, den Planern und dem Land, das die Maßnahmen unterstützt.

Noch nie habe man eine so umfassende Bürgerbeteiligung umgesetzt, die auch am Freitag fortgeführt wurde. Die Schüler durften ihre Vorstellung vom Campus auf Plakate schreiben und zeichnerisch auf die Leinwand bringen.

Die letzten Monate sind gerade für den langjährigen Rektor Jörg Lorenz angebrochen, der dann in den Ruhestand geht. „Wir haben eine ordentliche Übergangslösung“, so Lorenz, der sich auf ein in ökologischer Hinsicht tolles Gebäude freut. Im Anschluss sang nochmals der Grundschulchor, bevor es zum geselligen Austausch bei Kaffee und Kuchen ging.