Derzeit läuft bis Ende Oktober die Anhörung der von der Erweiterung des Naturparks Stromberg-Heuchelberg  betroffenen Kommunen. Diese,  wie auch interessierte Bürger, haben die Möglichkeit Bedenken und Anregungen vorzubringen zum Vorhaben des Landes. So auch in Freudental, das am Stromberg liegt und das Thema nun im Gemeinderat hatte. Zwar werde die Verordnung geändert, sie betreffe aber lediglich die Ausdehnung, sagte Bürgermeister Alexander Flieg. Für Freudental werde sich wenig ändern, dafür aber bei den nördlichen Nachbargemeinden. Brackenheim, Cleebronn, Güglingen und Pfaffenhofen sollen mit ihrer Gesamtfläche zum Naturpark hinzukommen, nachdem dies bis zur letzten Änderung der Verordnung nicht erreicht worden war. Zu groß war die Befürchtung Gewerbeflächen zu verlieren, wenn das gesamte Gebiet dem Naturpark angehört.

So soll sich die Fläche um rund 7600 Hektar auf dann 40 796 Hektar vergrößern, von denen 307 Hektar zu Freudental gehören. Aus den berührten Kommunen liegen positive Gemeinderatsbeschlüsse für eine Arrondierung der Naturparkkulisse vor. Dabei sei eine ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung weiterhin wie bisher möglich und falle nicht unter die Erlaubnisvorbehalte der Verordnung, wird auf der Homepage des Naturparks versichert. Das Motto „Schützen durch Nützen“ stehe dabei vielmehr im Vordergrund.

Der Naturpark „Stromberg-Heuchelberg“ ist mittlerweile 40 Jahre alt und umfasst eine Fläche von 328 Quadratkilometer, die zum größten Teil bewaldet ist. Im Freudentaler Gemeinderat konnte man der Erweiterung für eine nachhaltige Naturentwicklung insgesamt zustimmen. Norbert Schmatelka fehlte allerdings eine detaillierte Begründung für den Schritt, der  nun vollzogen wird. „Ich erwarte, dass da noch zwei Sätze dazu kommen“, so der Rat der Bürgerliste.

Das Gremium stimmte dennoch einstimmig für den Plan und erhob keine Einwände gegen die Erweiterung. Bürgermeister Fleig sprach in dem Zusammenhang auch den Naturparkmarkt an, der 2020 auch in Freudental veranstaltet wird. Am 24. Mai werde es auch einen verkaufsoffenen Sonntag geben, wenn der Markt am Kirchplatz und in der Kirchstraße stattfindet.