Bönnigheim Ganz nah am Ernstfall

Mit den tragbaren Leitern kam die Bönnigheimer Wehr bei ihrer Übung am Amann-Verwaltungsgebäude an ihre Grenzen, deshalb wurde auch die Besigheimer Drehleiter eingesetzt.
Mit den tragbaren Leitern kam die Bönnigheimer Wehr bei ihrer Übung am Amann-Verwaltungsgebäude an ihre Grenzen, deshalb wurde auch die Besigheimer Drehleiter eingesetzt. © Foto: Richard Dannenmann
Bönnigheim / Susanne Yvette Walter 07.09.2018

Vom Ernstfall war die gemeinsame Feuerwehrübung der Wehren von Bönnigheim und Besigheim am Mittwochabend in Bönnigheim nur ein Steinwurf entfernt. Ausgegangen wurde von einem Feuer, das bei Handwerkerarbeiten auf dem Amann-Gelände versehentlich entfacht wurde. Tatsächlich wird gerade im Amann-Gebäude umgebaut. Insgesamt waren 35 Feuerwehrleute im Einsatz.

Alle drei Jahre treffen sich die beiden Feuerwehren aus Bönnigheim und Besigheim zu einer gemeinsamen Großübung auf dem Amann-Gelände in Bönnigheim, denn wenn der Ernstfall eintritt und in einer größeren Fabrik oder in einer Firmenanlage ein Feuer ausbricht, müssen die Zahnräder schnell ineinander greifen. „Deshalb machen wir in gewissen Abständen diese Übungen gemeinsam“, erklärte der neue Kommandant der Bönnigheimer Feuerwehr, Mike Etzel.

Mit vier Fahrzeugen war die Bönnigheimer Wehr im Einsatz. Die Besigheimer hatten ihre Drehleiter mitgebracht. Sie ermöglicht die Rettung von „eingeschlossenen Personen“ in einem der oberen Stockwerke. „Das Amann-Gebäude ist ziemlich hoch. Das ist eine der Herausforderungen bei dieser Übung. Man braucht die Drehleiter. Mit der tragbaren Leiter kommt man hier nicht weiter“ betonte Etzel. Auch die Einsatzkräfte des Bönnigheimer Ortsverbands des Deutschen Rote Kreuzrd waren vorschriftsgemäß mit zwei Wagen vor Ort und übernahmen auch das Schminken der beiden Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die sich als „Brandopfer“ zur Verfügung gestellt hatten. „Alles soll so realistisch wie möglich sein“, machte der Kommandant deutlich. „Deshalb ist auch die Nebelmaschine im Einsatz“, ergänzte Etzel.

Die interessierten Zuschauer  fanden das Geschehen spannend und blieben stehen, um zu sehen, wie die „eingeschlossenen Personen“ aus den Büros des Verwaltungsgebäude mit der Drehleiter gerettet wurden. Zur inszenierten Situation gehörte auch, dass ein Handwerker die Orientierung verloren hatte und ebenfalls aus dem Gebäude gerettet werden musste.

„Teile des Gebäudes verfügen über eine Brandmeldeanlage. Die Leitstelle wurde sofort automatisch informiert“, ließ Mike Etzel wissen. Am „Brandherd“ angekommen, wurde professionell gearbeitet, denn jeder Feuerwehraktive weiß jederzeit genau, was zu tun ist – und das ist schließlich Sinn der Übung. „Wir üben solche Szenarien gemeinsam, um auch in ähnlichen Fällen gewappnet zu sein“, so der Kommandant. Schnell war der Spuk auch wieder vorbei. „Wir ziehen hier unsere Übung durch und freuen uns, wenn alles reibungslos klappt“, erklärte Etzel.

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