Unterkünfte Fünf neue Gebäude statt Unterkunft

Erligheim / Von Uwe Deecke 29.06.2018

Weil es in Erligheim Leerstände in den Gebäuden gab, passt die Kommune die Satzung über die Benutzung von Odachlosen- und Flüchtlingsunterkünften an.

Die Gemeinde verfügt derzeit über die Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte in der Friedhofstraße 2, Hauptstraße 18, Hauptstraße 44, Löchgauer Straße 9 sowie Hausnummer 13. Die für die Benutzung dieser Unterkünfte maßgebliche Satzung wurde letztmals im Jahre 2017 neugefasst.

Auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats verwies Bürgermeister Rainer Schäuffele darauf, dass sich die Regelung zur Einnahme einer Schlüsselkaution nicht bewährt habe und daher gestrichen werde. Die Regelung sei aufgrund einer meist hohen Sprachbarriere nur schwer umsetzbar und sollte daher entfallen. „Wir versuchen eine pragmatischere Lösung zu finden“, so Schäuffele vor dem Gremium.

Gebührenkalkulation vorgestellt

Darüber hinaus wurde in der Sitzung eine Gebührenkalkulation auf Grundlage des Basisjahres 2017 vorgestellt. Die Benutzungsgebühren wurden nun für die Hauptstraße 44 und die Löchgauer Straße 9 tagesgenau kalkuliert, sodass diese Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte möglichst kostendeckend betrieben werden können.

Sie belaufen sich nun auf 7,04 Euro pro Quadratmeter in der Löchgauer Straße und 6,61 Euro in der Hauptstraße 44. Bei den sonstigen gemeindlichen Unterkünften wurden die geschätzten Kostensätze des Vorjahres angesetzt. Eine Berechnung dieser Unterkünfte war aufgrund einer zu kurzen bisherigen Nutzungsdauer nicht möglich.

Das Landratsamt, das ursprünglich hier eine Sammelunterkunft für die Flüchtlingsunterbringung bauen wollte, ist von seinem Vorhaben abgerückt (die BZ berichtete). Der Vertrag über die Fläche sei inzwischen von der Behörde gekündigt worden und werde nun für eine Wohnbebauung mit fünf Gebäuden vorgesehen, so Schäuffele.

80 Flüchtlinge dazu

48 Flüchtlinge leben derzeit in der Anschlussunterbringung in Erligheim, mit dem Gebäude des Landratsamtes in der Löchgauer Straße wären 80 Flüchtlinge dazu gekommen. „Es war ein großer Kraftakt“, so der Bürgermeister, der sich über die Kündigung erleichtert zeigte.

Die Neufassung der Satzung über die Benutzung von Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünften wurde anschließend einstimmig beschlossen. Auch der Neukalkulation der Benutzungsgebühren wurde einstimmig zugestimmt.

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