Unter dem Motto „Wegbegleiter“ stellt Antonia Frank Hochdrucke, Zeichnungen und Malereien im Freudentaler Rathaus aus. „Wegbegleiter, das können Menschen sein, die einen Teil unseres Lebensweges mit uns gemeinsam gehen. Manchmal aber sind es kleine Alltagsgegenstände, die oft unscheinbar, auf den zweiten Blick zu ästhetischen Kunstobjekten werden“, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Antonia Frank, Jahrgang 1989, wuchs in Freudental auf und ging in den ansässigen Kindergarten und in die Freudentaler Grundschule. Schon beim Abitur 2009 zeigte sich durch das Neigungsfach Kunst ihr weiterer Weg, denn sie studierte danach Kunsttherapie. Aktuell wohnt  Frank am Staffelsee, wo sie in einer Kreativwerkstatt mit suchtkranken Männern arbeitet.

Bürgermeister Alexander Fleig übernahm bei der Vernissage am Freitagabend die Einführung in die Ausstellung, nach einer Musikdarbietung durch Steffen De Coninck (Gitarre und Gesang), der Cousin von Antonia Frank, und dessen Ehefrau Elisbet De Coninck (Cajón und Gesang).

Fleig verwies auf die Kindheit der Künstlerin, in der sie immer ein Blatt Papier und einen Stift zum Zeichnen dabei hatte. Beim Abitur erhielt sie in ihrem Neigungsfach als Jahrgangsbeste den Sonderpreis „Kunst“ der VR-Bank. Fleig berichtete, dass Antonia Frank im Freudentaler Rathaus nun schon ihre zweite Ausstellung habe, denn im Jahr 1998 konzipierte sie zusammen mit anderen Freudentaler Kindern eine Ausstellung und stellte diese auf die Beine.

„Wegbegleiter“ bei Vernissage

Frank freute sich, dass sie unter den Gästen bei der Ausstellungseröffnung auch eigene Wegbegleiter, wie etwa Lehrer aus der Grundschulzeit, ihre Familie und lange nicht getroffene Freunde wieder sah. Mit der aktuellen Ausstellung wurde nun ein Traum für sie wahr, wie Frank bekannte. Sie erzählte, dass sie die Kunstdrucke während ihres Studiums gemacht hat. Da ihr nun die wertvolle Druckerpresse nicht mehr zur Verfügung stehe, habe sie sich wieder mehr auf das Zeichnen konzentriert. Sie male gerne Porträts, vor allem Gesichter mit nachdenklichem oder melancholischem Ausdruck.

Info Die ausdrucksstarken Gesichter und andere Bilder sind noch bis zum 28. April im Freudentaler Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.