Tourismus Freudental will sich besser vermarkten

Freudental will sich touristisch besser präsentieren (das Foto zeigt das Schloss) und tritt deshalb dem 3B-Tourismus bei.
Freudental will sich touristisch besser präsentieren (das Foto zeigt das Schloss) und tritt deshalb dem 3B-Tourismus bei. © Foto: Martin Kalb
Uwe Deecke 15.12.2017

Bereits vor vier Jahren stand in Freudental der Beitritt zum 3B-Tourismus zur Diskussion. Damals wurde das Vorhaben aufgrund der zu erwartenden Kosten aber abgelehnt und ad acta gelegt. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen für einen Beitritt für die Kommune verbessert. Im Jahr 2019 werden die Werbemedien des Verbands neu aufgelegt und ein Beitritt wäre einfacher und günstiger zu realisieren. Bislang ist die Kommune Mitglied im Kraichgau-Stromberg-Tourismus. Und sie erfüllt damit auch eine Voraussetzung zur Aufnahme in den 3B-Tourismus.

Die Städte Bietigheim-Bissingen, Besigheim und Bönnigheim sind namensgebend für den Tourismusverband „3B-Land“, das die Weinregion an Neckar, Enz und Stromberg vermarktet. Mitglieder sind bereits die umliegenden Kommunen Erligheim, Kirchheim, Löchgau und Walheim. Bei der gemeinsamen Arbeit des Verbands stehen Rad- und Wandertouren, gastronomische Angebote sowie Kunst und Kultur im Mittelpunkt. Vor allem bei letzterem sieht Freudental Chancen für die eigene Kommune, die mit dem Schloss und dem Pädagogisch-Kulturellen-Centrum zwei hochrangige Einrichtungen besitzt.

„Eine gute Abrundung in der touristischen Vermarktung der örtlichen Besonderheiten“ sieht Bürgermeister Alexander Fleig in der Mitgliedschaft beim 3B-Tourismus, zudem könnten hier auch Synergien erreicht werden und die öffentliche Wahrnehmung gesteigert werden. Von Seiten der 3B-Geschäftsführung werde ein Beitritt Freudentals ausdrücklich begrüßt.

Geplant ist daher, die Gemeinde zunächst im kommenden Jahr in die Projektarbeit zur Erneuerung und Aktualisierung der 3B-Werbemedien einzubinden. Ab 2019 soll Freudental dann festes Mitglied des Verbands werden.

Die Kosten dafür halten sich im Rahmen. Für die Aufarbeitung der vorhandenen Bilder und Texte werden im Haushalt 2018 1500 Euro eingestellt. Ab 2019 fällt ein jährlicher Mitgliedbeitrag von 50 Cent pro Einwohner an, was bei Freudental 1250 Euro jährlich ausmacht.

Es sei „eine wichtige Sache, dabei zu sein“, lobte SPD-Gemeinderat Dieter Bertet den Entschluss. CDU-Rat Ulrich Greß erhofft sich durch den Beitritt auch verstärkte Aufmerksamkeit. „Wir sind nicht nur Randerscheinung, sondern auch Mittelpunkt“, so der Gemeinderat zur neuen Rolle im Verband.