Der VdK-Vorsitzende aus Bönnigheim Rolf Schweiher hat schon 45 Gruppenreisen organisiert – nach Goslar, ins Sauerland, den Harz, nach Thüringen, ins Pitztal oder nach Südtirol ging es in der Gruppe, in Tagesausflügen oder mehrtägigen Fahrten. Meist ist er die Strecke  vorher abgefahren, auf eigene Kosten, und hat sich ein Bild gemacht und das Ziel vorher genau angeschaut.

„Vor 20 Jahren gab es noch kein Internet“, erklärt der Rollstuhlfahrer, und so waren es zusammen mit seiner Frau Vorab-Besichtigungen, die die Planung erst möglich machten. Zuletzt ging es mit der VdK-Gruppe ins Fichtelgebirge mit einem Tagesausflug nach Tschechien, in die schönen Bäder-Städte Franzensbad, Karlsbad und Marienbad. Hier sei die Stadtführerin vor Ort wichtig gewesen, so Schweiher. Sie fand er übers Internet, und sie führte die Gruppe und erklärte die Sehenswürdigkeiten vor Ort.

Die ganze Organisation des Ablaufs übernahm Schweiher selbst, viel Arbeit steckt hinter dem Reiseprospekt zur mehrtägigen Ausfahrt. Passende Hotels zu finden, die Route zu planen, Ansprechpartner zu haben und ein Busunternehmen, mit dem vorher alles genau abgesprochen wird.

Die neue EU-Verordnung für Pauschalreisen mache es nun aber schwer, findet der VdK-Vorsitzende. „Wegen Haftungsgründen wird es immer schwieriger“, sagt Schweiher, also wenn Reisende Geld zurückfordern können, sollten sie die Reise nicht antreten können oder etwas schiefläuft. Reiserücktrittsversicherungen schließen sie entweder selbst ab oder auch in der Gruppe, was ab zehn Personen möglich ist. Und dass man ins Ausland am besten einen Auslandskrankenschein mitnehme, wüssten die Teilnehmer auch selbst. Durch die EU-Verordnung sei man oft auf Pauschalangebote von Busunternehmen angewiesen, die mitunter „gehandicapte“ Menschen von vornherein ausschließen wollen. Das gehe natürlich nicht, findet der Vorsitzende, schließlich seien dann in Deutschland ja acht Millionen Menschen „gehandicapt“, die auf einen Stock oder Gehhilfe angewiesen sind. Andere Unternehmen fordern lediglich, dass die Reisenden alleine ein- und aussteigen können, für ihn eine akzeptable Lösung.

Zu beachten gibt es bei einer Seniorenreise einiges. Busse sollten natürlich leicht begehbar sein. In der Stadt sollten sie möglichst direkt zu den Sehenswürdigkeiten anfahren können, um weite Wege zu ersparen. Auch das Hotel sollte geeignet sein und am besten Familienzimmer mit zwei getrennten Räumen anbieten. „Wir haben viele Einzelpersonen“, erklärt Rolf Schweiher, was es dann günstiger mache. Von Vorteil sei auch ein Hotel mit Halbpension, wo es abends ein warmes Essen gebe. Frauen seien deutlich reiselustiger, bemerkt er: 80 Prozent der Teilnehmer seien Frauen und auch schon erfahren bei Städtereisen, so Rolf Schweiher.

Gereist werde im VdK meist in den Sommermonaten, die Altersspanne reiche von 50 bis 85, erklärt Schweiher, der seit 1993 dem Ortsverband vorsteht. Eine Herausforderung ist es für ihn jedes Mal gewesen, und er war immer erleichtert, wenn alles problemlos funktionierte.