Es war ein ruhiges Jahr für die Freudentaler Wehr. Mehr zu tun hatten die First Responder, die als Helfer vor Ort (HvO) zu 124 Einsätzen ausrückten. Die Feuerwehr hatte nur 29 Einsätze, davon zwei Brandeinsätze, neun technische Hilfeleistungen und 18 Sicherheitsdienste, die ohne große Schäden verliefen.

Kommandant Alexander Weidhaus blickte in seinem Bericht auf ein entspanntes Jahr zurück, was die Feuerwehr angeht. Mehr gab es im Bereich der HvO-Gruppe zu tun, die im Schnitt nach vier Minuten am Unfallort ist. Oft sind die Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes entscheidend, etwa bei einem Schlaganfall. Meist waren es Herz-Kreislauffälle, bei denen die Helfer schnell zur Stelle waren. Doch es gab im November auch eine Geburt, die Dritte für den erfahrenen Kommandanten bei der er in der Nacht helfen musste. Natürlich rückte die zahlenmäßig stärkste HvO-Gruppe im Kreis auch zu Notfällen in benachbarte Gemeinden aus. „Das Feedback der Bevölkerung ist ausschließlich sehr positiv, wir bekommen viel Rückmeldungen und Dank. Dies zeigt den Stellenwert und die Außenwirkung dieses Projekts“, machte Weidhaus deutlich. Immer wieder kämen Spenden für die HvO, für die sich der Kommandant bedankte.

Gute Jugendarbeit

Beim Personal macht sich die gute Jugendarbeit in Freudental bezahlt. Vier Abgänge gab es im vergangenen Jahr, doch dank der sechs Neuzugänge Alexander Schlichting, Simon Gänger, Nils Rubio-Gomez, Christian Hamberger sowie Shyla Lutz und Antonio Fischer von der Jugendwehr kann man mit 33 Einsatzkräften, davon sechs Frauen, ins neue Jahr gehen. Gedacht wurde bei der Hauptversammlung auch Robert Läpple, Mitglied der Wehr seit 1950 und Träger der Bürgermedaille, der im August gestorben war.

Bürgermeister Alexander Fleig betonte in seiner Rede die Bedeutung der vielfältigen Aufgaben, die die Feuerwehr im Ort wahrnimmt. „In allen Einsätzen haben Sie stets mit Einsatzbereitschaft und Engagement mitgewirkt und so die wichtige Aufgabe des Brandschutzes, der technischen Hilfeleistung und der Gefahrenabwehr gemeistert“, so Fleig. Neben den normalen Einsätzen habe es zahlreiche Feuersicherheitsdienste im Schloss Freudental gegeben, mit denen die Wehr dabei geholfen habe, dass die geplanten Veranstaltungen und Übernachtungen ordnungsgemäß abliefen. „Dies war in 2019 eine einmalige Hilfestellung und wir sind gespannt, wie die aktuellen Entwicklungen weitergehen“, so Fleig.

„Unser HvO-Projekt ist eine wahre Erfolgsgeschichte und ich bin sehr stolz auf die Gruppe, die aktuell aus insgesamt 17 Personen besteht. Mit über 100 Einsätzen wurde ein riesiges Pensum erledigt – dabei wurden Leben gerettet sowie Geburtshilfe geleistet“, sagte der Schultes. Die Rückmeldungen aus der Einwohnerschaft sowie von Betroffenen seien überwältigend und die HvO aus der Ortsgemeinschaft nicht mehr wegzudenken, betonte der Verwaltungschef. Das Ehrenamt bei Feuerwehr und HvO wollen Verwaltung und Gemeinderat auch honorieren, wenn es um die Bauplatzvergabe beim neuen Wohngebiet Alleenfeld geht.

Zehn Mädchen in der Jugend

Jugendbetreuer Adrian Opielewicz und Patrick Vogel sowie Jugendwart Sebastian Schrenk mit Stellvertreter Michael Kelleni sorgen bei der Jugendfeuerwehr für einen kameradschaftlichen Umgang mit und unter den momentan 22 Jugendlichen, davon zehn Mädchen. Auch diese Arbeit würdigte Fleig in seiner Rede. Die Jugendfeuerwehr in Freudental habe mit ihren Erfolgen bei Wettkämpfen unter Beweis gestellt, welch guten Ausbildungsstand sie bereits erreicht haben.

Der lange ersehnte Mannschaftstransportwagen soll im Sommer zum Gaisgrabenfest übergeben werden und dann als wichtiges Fahrzeug und Kommandozentrale zur Verfügung stehen. Wenn in diesem Jahr der Digitalfunk bei den Feuerwehren Einzug hält, will man in Freudental nicht auf eine parallele analoge Technik verzichten. Sehr erfreut zeigte sich Kommandant Weidhaus über die unerwartete Förderung in Höhe von 13 000 Euro für die Anschaffung des wichtigen Fahrzeugs. Zusätzlich arbeitet die Führung zusammen mit der Verwaltung und einem Berater an einem Notfallplan, der in der Kommune die wichtigsten Funktionen aufrechterhalten soll. Dieser solle im März dem Gemeinderat vorgestellt werden.

Klaus Haug, Verbandsvorsitzender im Landkreis, ging in seinem Grußwort auf die Einführung des Digitalfunks ein und berichtete aus der Arbeit auf der Kreisebene.

Ehrungen und Beförderungen


Auch Ehrungen und Beförderungen standen auf der Tagesordnung: Patrick Vogel und Norman Delucheux wurden für ihren 25-jährigen Dienst geehrt. Befördert wurden: Luca Cucchiara, Janis König, Shyla Lutz; Simon Eisele, Moritz König und Sandra Straub wurden jeweils zu Oberfeuerwehrmann beziehungsweise -frau; Kai Autenrieth wurde Hauptfeuerwehrmann. Zum Löschmeister wurden René Curda, Stefan Seitz und Adrian Opielewicz befördert. dee