Es hat lange gedauert, bis am Dienstagvormittag der symbolische Baggerbiss für die Erweiterung des Freudentaler Feuerwehrhauses vollzogen werden konnte. Etliche Beratungen im Gemeinderat und viele Überlegungen des beauftragten Architekten Jochen Feyerabend aus Besigheim waren nötig, um die Investitionssumme auf ein Maß zu reduzieren, das die kleine Gemeinde stemmen kann.

Insgesamt 590.000 Euro wird Freudental in den Anbau und in die Sanierung des 30 Jahre alten Gebäudes stecken. 70.000 Euro davon übernimmt die Feuerwehr durch Eigenleistung, 190.000 Euro Zuschüsse erhält die Gemeinde für das Projekt. "Die Erweiterung ist dringend nötig", betonte am Dienstag Bürgermeister Alexander Fleig, "ein Einsatzfahrzeug mussten wir jetzt jahrelang im Freien abstellen", ergänzte Feuerwehrkommandant Alexander Weidhaus. Rund ein Jahr hat man für die Baumaßnahmen veranschlagt, durch die an das jetzige Feuerwehrhaus ein weiteres Gebäude für zwei Einsatzfahrzeuge angebaut werden. Im neuen Anbau will man auch den Sozialbereich mit zusätzlichen Umkleidemöglichkeiten unterbringen. Bis auf die Elektroinstallation sind alle Gewerke vom Gemeinderat vergeben worden, und man liege "rund ein Prozent über der Kostenplanung", sagte Fleig.

Durch die Abteilung "First Responder" hat sich die Anzahl der Aktiven auf inzwischen 44 erhöht, unter ihnen fünf Frauen. Mit einem Durchschnittsalter von 25 Jahren ist die Freudentaler Wehr eine junge Truppe.