Die Stara ist zurück in Hohenstein, nachdem sie im vergangenen Jahr noch nach Hofen ausweichen musste, weil die Wiesentalhalle renoviert wurde. Die Halle aus dem Jahr 1974 war für über 500 000 Euro saniert worden und bekam eine neue Heizung, neue Decken, eine neue Lüftung und einen neuen Anstrich.

Die Stara-Kinder sind aber ohnehin lieber draußen und merken von all dem wenig. Am Montagmittag kam die Sonne raus und die riesige Wiese und der nahe Bach luden zum Spielen ein. In dieser Woche kümmern sich 15 Betreuerinnen und Betreuer um die 65 Kinder, von denen rund die Hälfte auch die erste Woche mitgemacht hatte.

104 Kinder waren letzte Woche dabei, als die Bürgermeister Albrecht Dautel aus Bönnighem und Uwe Seibold aus Kirchheim Eis mitbrachten und sich dem Wettbewerb im Sandburgenbauen, im Wettschaukeln und – ziemlich erfolglos – im Fußball stellten. Doch alle hatten ihren Spaß an diesem Tag, der hier Tradition hat.

Viele kennen sich

„Viele kennen sich untereinander“, weiß Oliver Feuerstein, der zusammen mit Tobias Dobler kurzfristig die Leitung übernommen hat. Das Motto der vier Gruppen lautet „Völker der Erde“, doch es wird auch viel auf die Ideen der Betreuer eingegangen.

Am Montagmorgen hatte es noch geregnet und es gab Zeit für Kennenlernspiele und Basketball in der frisch sanierten Halle. Das Frühstück geht hier bis neun und wird wie auch das Mittagessen von Jörg Stolzenberger geliefert, der im fünften Jahr mit seinem Anhänger neben der Halle steht. Das Essen ist draußen am Wagen als Bilderrätsel dargestellt und war diesmal nicht ganz so einfach zu lösen. Gyros mit Reis stand auf dem Speiseplan, es gab auch ein vegetarisches Gericht am Montag. Für Äpfel und Obst sorgen wieder das Bönnigheimer Apfelland und der Talhof.

Was es nicht gab, war das Smartphone, denn hier herrsche Handyverbot, unterstrich Oliver Feuerstein. „Am ersten Tag versucht man Struktur reinzubringen“, so der Heilbronner, der das erste Mal in Hohenstein ist. Am Morgen bastelten die vier Gruppen nach dem Kennenlernen ihre Gruppenfahnen, bevor die Mittagspause begann.

Aufführung für die Eltern

Ab 14 Uhr ging es dann nach draußen zu den Gruppenspielen auf dem Sportplatz wo sich die Kinder austoben konnten. „Die Kinder haben in der ersten Woche richtig Ordnung gelernt“, versichert der Betreuer der Stara, der auch in der zweiten Woche für die Kinder da ist. Und alle Gruppen arbeiten auch auf den Abschluss der Woche hin, wo sie gemeinsam für die Eltern etwas aufführen.

Vergangene Woche gab es unter anderem eine eindrucksvolle Beatbox-Demonstration, die für viel Beifall sorgte. Was die Kinder an diesem Freitag für ihre Eltern auf die Beine stellen, steht noch nicht fest. Klar ist in jedem Fall der Termin: Um 14 Uhr startet das Elternfest bis zum Abschlusskreis und dem Abschied, vielleicht bis zum nächsten Jahr.