Tripsdrill Keine Pommes für Störche

Trotz Fütterungsverbot  werden die Storche in Tripsdrill von den Besuchern mit Pommes gefüttert.
Trotz Fütterungsverbot werden die Storche in Tripsdrill von den Besuchern mit Pommes gefüttert. © Foto: Carolin Domke
Cleebronn / Von Carolin Domke 02.08.2018

Seelenruhig marschiert ein Storch durch das Restaurant neben der Achterbahn Karacho im Freizeitpark Tripsdrill. Neugierig läuft er an den Tischen vorbei, nähert sich immer wieder den Besuchern, die, entzückt von dem galanten Vogel, ihn gleichzeitig mit salzigen Pommes anlocken. Dabei ist eigentlich das Füttern von Wildtieren wie den Störchen in Tripsdrill verboten – vor allem wenn es sich um fettige Speisen handelt.

Nur an den ausgewiesenen Stellen zum Beispiel beim Streichelzoo der Ziegen, wo Futterautomaten aufgestellt sind, ist es gestattet. Doch das generelle Verbot scheint viele Besucher nicht davon abzuhalten, ihre eigenen Speisen mit den Tieren zu teilen. „Die Störche sollten definitiv nicht gefüttert werden,“ erklärt auch der Pressesprecher Birger Meierjohann auf Nachfrage der BZ. „Der Organismus ist auf andere Sachen ausgelegt.“ So stehen auf dem Speiseplan der Vögel eine eher eiweißhaltige Ernährung mit einer abwechslungsreichen Auswahl an Amphibien, Reptilien und Kleintieren. Rund um den Park, bei den Gewässern und den Streuobstwiesen, befindet sich dafür eben solch ein El Dorado für die bis zu einem Meter großen Vögel, die sich hier sichtlich wohlfühlen.

Mangelerscheinungen als Folge

Sobald sich die „Kulturfolger“ dem Menschen nähern und merken, es geht keine Gefahr von ihnen aus, kann es leider passieren, dass auch mal eine ungesunde Pommes in ihren Magen wandert, meint Meierjohann. „Auf Dauer kann das sehr schlecht sein und sich dadurch eine Mangelerscheinungen einschleichen.“ Wegen dem robusten Magen wäre die Gefahr jedoch aktuell nicht akut, problematisch sei es allerdings, wenn sich die Tiere daran gewöhnen sollten.

Deswegen werden die Mitarbeiter regelmäßig instruiert, und sollen die Besucher darauf hinweisen, das Füttern der Störche zu unterlassen. Entsprechende Schilder zum Fütterungsverbot seien zwar im Park zu finden, werden aber offensichtlich des öfteren übersehen. „In solch einem Fall weisen wir die Leute freundlich darauf hin und raten von der Fütterung ab“, sagt der Pressesprecher.

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